With Pāyāsi 11: 2.4. Das Gleichnis von den Göttern der Dreiunddreißig
Mit Pāyāsi 11
- Language
- German
Contents
2.4. Das Gleichnis von den Göttern der Dreiunddreißig
11.1
„Nun, Stammesfürst, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest.
11.2
Hundert Jahre im Bereich der Menschen entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern der Dreiunddreißig. Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus. Die Lebensdauer der Götter der Dreiunddreißig beträgt tausend dieser himmlischen Jahre.
11.3
Was ist dann mit deinen Freunden, die unter den Göttern der Dreiunddreißig wiedergeboren sind, nachdem sie Gutes getan haben:
11.4
Wenn sie denken:
11.5
‚Zuerst vergnüge ich mich zwei oder drei Tage lang, versorgt und ausgestattet mit den fünf himmlischen Sinnesreizen. Dann werde ich zu Pāyāsi zurückgehen und ihm berichten,
11.6
dass es ein Jenseits gibt.‘
11.7
Würden sie zu dir zurückkommen, um dir zu berichten,
11.8
dass es ein Jenseits gibt?“
11.9
„Nein, werter Kassapa,
11.10
denn bis dahin wäre ich längst tot.
11.11
Aber werter Kassapa, wer hat dir gesagt,
11.12
dass es die Götter der Dreiunddreißig gibt oder dass ihre Lebensdauer so lang ist?
11.13
Ich glaube dir nicht.“
2.5. Das Gleichnis von dem von Geburt an Blinden
11.16
„Wie wenn da ein Mensch von Geburt an blind wäre, Stammesfürst. Er könnte keine dunklen oder hellen, blauen, gelben, roten oder purpurfarbenen Bilder sehen. Er könnte keinen ebenen oder unebenen Boden sehen noch Sterne, Mond oder Sonne.
11.17
Er würde sagen:
11.18
‚So etwas wie dunkle und helle Bilder gibt es nicht, und es gibt niemanden, der sie sieht.
11.19
Es gibt keine blauen Bilder,
11.20
keine gelben,
11.21
keine roten
11.22
und keine purpurfarbenen,
11.23
es gibt keinen ebenen oder unebenen Boden,
11.24
keine Sterne,
11.25
keinen Mond und keine Sonne, und es gibt niemanden, der diese Dinge sieht.
11.26
Ich erkenne und sehe sie nicht, daher gibt es sie nicht.‘
11.27
Würde dieser Mensch richtig sprechen?“
11.28
„Nein, werter Kassapa.
11.29
Es gibt so etwas wie dunkle und helle Bilder, und es gibt jemanden, der sie sieht.
11.30
Auch blaue Bilder … und all die anderen Dinge gibt es, und es gibt jemanden, der sie sieht.
11.33
Daher ist es nicht richtig, zu sagen:
11.34
‚Ich erkenne und sehe sie nicht, daher gibt es sie nicht.‘“
11.36
„Ebenso, Stammesfürst, bist du wie der von Geburt an Blinde in dem Gleichnis, wenn du sagst, du glaubst mir nicht.
11.41
Jene Welt kann man nicht so sehen, wie du denkst, mit dem fleischlichen Auge.
11.42
Es gibt Asketen und Brahmanen, die in der Wildnis leben und abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald aufsuchen. Sie meditieren beflissen, eifrig und entschlossen und läutern so ihre Hellsichtigkeit, das himmlische Auge.
11.43
Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sehen sie diese Welt und jene Welt, und sie sehen Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren sind.
11.44
So sieht man jene Welt,
11.45
nicht wie du denkst, mit dem fleischlichen Auge.
11.46
Auch mit dieser Methode sollte der Beweis erbracht sein,
11.47
dass es ein Jenseits gibt.“
Translations (2)
- Razgovor sa Pāyāsijem — sr
- With Pāyāsi — English
Commentaries (1)
- Sumaṅgalavilāsinī — Buddhaghosa, Pāli
Linked texts (1)
- Pāyāsisutta — Pāli