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With Pāyāsi 19: 2.9. Das Gleichnis vom Schneckenhornbläser

Mit Pāyāsi 19

Language
German

2.9. Das Gleichnis vom Schneckenhornbläser

19.1

„Nun, Stammesfürst, ich will dir ein Gleichnis geben.

19.2

Denn mithilfe eines Gleichnisses verstehen manche vernünftigen Menschen die Bedeutung des Gesagten.

19.3

Es war einmal ein Schneckenhornbläser, der nahm sein Schneckenhorn und reiste in ein Grenzgebiet.

19.4

Dort ging er in ein gewisses Dorf. Er stellte sich in die Dorfmitte und blies sein Schneckenhorn dreimal, dann legte er es auf den Boden und setzte sich zur Seite hin.

19.5

Da dachten die Leute aus diesem Grenzgebiet:

19.6

‚Meine Güte, was macht diesen Ton, der so erregend, sinnlich, berauschend, fesselnd und betörend ist?‘

19.7

Sie versammelten sich um den Schneckenhornbläser und sagten:

19.8

‚Meine Güte, was macht diesen Ton, der so erregend, sinnlich, berauschend, fesselnd und betörend ist?‘

19.9

‚Das hier macht diesen Ton; man nennt es ein Schneckenhorn.‘

19.10

Sie legten das Schneckenhorn auf den Rücken und sagten:

19.11

‚Sprich, wertes Horn! Sprich, wertes Horn!‘

19.12

Aber das Schneckenhorn machte keinen Ton.

19.13

Sie legten das Schneckenhorn auf den Bauch, auf die Seite, auf die andere Seite, sie stellten es aufrecht hin und auf den Kopf, schlugen es mit Fäusten, Steinen, Stöcken und Schwertern und schüttelten es einmal kräftig und sagten:

19.14

‚Sprich, wertes Horn! Sprich, wertes Horn!‘

19.15

Aber das Schneckenhorn machte keinen Ton.

19.16

Da dachte der Schneckenhornbläser:

19.17

‚Wie töricht sind diese Leute aus dem Grenzgebiet! Denn wie können sie auf so unüberlegte Art nach dem Ton eines Schneckenhorns suchen?‘

19.18

Und als sie hinschauten, nahm er das Schneckenhorn, blies es dreimal und nahm es mit sich fort.

19.19

Da dachten die Leute aus dem Grenzgebiet:

19.20

‚So scheint es also, dass das, was man Schneckenhorn nennt, einen Ton macht, wenn ein Mensch, Mühe und Wind hinzukommen; und wenn diese Dinge abwesend sind, macht es keinen Ton.‘

19.21

Ebenso geht dieser Körper vor und zurück, steht, sitzt und liegt, solange er voller Leben und Wärme und Bewusstsein ist. Er sieht Bilder mit dem Auge, hört Töne mit dem Ohr, riecht Gerüche mit der Nase, schmeckt Geschmäcke mit der Zunge, empfindet Berührungen mit dem Körper und erkennt Vorstellungen mit dem Geist.

19.22

Aber wenn Leben und Wärme und Bewusstsein fehlen, tut er all diese Dinge nicht.

19.23

Auch mit dieser Methode sollte der Beweis erbracht sein,

19.24

dass es ein Jenseits gibt.“

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