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Sangitisutta 2.1: 5. Fünfer

Im Chor aufsagen 2.1

Language
German

5. Fünfer

2.1.1

Da sind zu Fünfergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

2.1.2

Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

2.1.3

Welches sind die Lehren, die zu Fünfergruppen zusammengestellt sind?

2.1.4

Fünf Aggregate:

2.1.5

Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein.

2.1.6

Fünf mit Ergreifen verbundene Aggregate:

2.1.7

Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein.

2.1.8

Fünf Sinnesreize:

2.1.9

Bilder, die das Auge erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend.

2.1.10

Töne, die das Ohr erkennt …

2.1.11

Gerüche, die die Nase erkennt …

2.1.12

Geschmäcke, die die Zunge erkennt …

2.1.13

Berührungen, die der Körper erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend.

2.1.14

Fünf Bestimmungsorte:

2.1.15

die Hölle, das Tierreich, das Gespensterreich, die Menschen und die Götter.

2.1.16

Fünf Arten von Geiz:

2.1.17

Geiz in Bezug auf Wohnraum, Familien, materiellen Besitz, Lob und die Lehre.

2.1.18

Fünf Hindernisse:

2.1.19

sinnliches Begehren, Böswilligkeit, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel.

2.1.20

Fünf niedere Fesseln:

2.1.21

Substanzialistische Ansicht, Zweifel, falsches Verständnis von Regeln und Gelübden, sinnliches Begehren und Böswilligkeit.

2.1.22

Fünf höhere Fesseln:

2.1.23

Verlangen nach Wiedergeburt im Bereich der leuchtenden Form, Verlangen nach Wiedergeburt im formlosen Bereich, Einbildung, Rastlosigkeit und Unwissenheit.

2.1.24

Fünf Schulungsregeln:

2.1.25

Man unterlässt es, lebende Geschöpfe zu töten, zu stehlen, sexuelle Verfehlungen zu begehen, zu lügen und Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein zu trinken.

2.1.26

Fünf Dinge, die nicht geschehen können:

2.1.27

Ein Mönch, dessen Befleckungen aufgelöst sind, kann nicht absichtlich einem lebenden Geschöpf das Leben nehmen, etwas wegnehmen in der Absicht, zu stehlen, Geschlechtsverkehr haben, eine bewusste Lüge sprechen oder zum eigenen Vergnügen Vorräte anlegen, wie er es als Laie getan hatte.

2.1.28

Fünf Verluste:

2.1.29

Verlust von Angehörigen, Vermögen, Gesundheit, Tugend und Ansicht.

2.1.30

Nicht weil sie Angehörige, Vermögen oder Gesundheit verlieren, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

2.1.31

Sondern weil sie ihre Tugend oder ihre Ansicht verlieren, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

2.1.32

Fünffache Ausstattung:

2.1.33

Man ist mit Angehörigen, Vermögen, Gesundheit, Tugend und Ansicht ausgestattet.

2.1.34

Nicht weil sie mit Angehörigen, Vermögen oder Gesundheit ausgestattet sind, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.

2.1.35

Sondern weil sie mit Tugend und Ansicht ausgestattet sind, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.

2.1.36

Fünf Nachteile, die seine Tugendlosigkeit für einen tugendlosen Menschen hat:

2.1.37

Zunächst verliert da ein tugendloser Mensch durch seine Nachlässigkeit viel Vermögen.

2.1.38

Das ist der erste Nachteil.

2.1.39

Dann hat da ein tugendloser Mensch einen schlechten Ruf.

2.1.40

Das ist der zweite Nachteil.

2.1.41

Dann ist da ein tugendloser Mensch furchtsam und befangen, wenn er sich zu irgendeiner Versammlung begibt, sei es eine Versammlung von Adligen, Brahmanen, Hausbesitzern oder Asketen.

2.1.42

Das ist der dritte Nachteil.

2.1.43

Dann fühlt sich da ein tugendloser Mensch verloren, wenn er stirbt.

2.1.44

Das ist der vierte Nachteil.

2.1.45

Dann wird da ein tugendloser Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

2.1.46

Das ist der fünfte Nachteil.

2.1.47

Fünf Vorteile, die die Vervollkommnung der Tugend für einen tugendhaften Menschen hat:

2.1.48

Zunächst gewinnt da ein tugendhafter Mensch durch seine Beflissenheit viel Vermögen.

2.1.49

Das ist der erste Vorteil.

2.1.50

Dann hat da ein tugendhafter Mensch einen guten Ruf.

2.1.51

Das ist der zweite Vorteil.

2.1.52

Dann ist da ein tugendhafter Mensch sicher und selbstbewusst, wenn er sich zu irgendeiner Versammlung begibt, sei es eine Versammlung von Adligen, Brahmanen, Hausbesitzern oder Asketen.

2.1.53

Das ist der dritte Vorteil.

2.1.54

Dann fühlt sich da ein tugendhafter Mensch nicht verloren, wenn er stirbt.

2.1.55

Das ist der vierte Vorteil.

2.1.56

Dann wird da ein tugendhafter Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.

2.1.57

Das ist der fünfte Vorteil.

2.1.58

Ein Mönch, der einen anderen anklagen will, soll zuerst fünf Dinge bei sich selbst sicherstellen:

2.1.59

Ich werde zur rechten Zeit sprechen, nicht zur falschen Zeit.

2.1.60

Ich werde zutreffend sprechen, nicht unzutreffend.

2.1.61

Ich werde sanft sprechen, nicht hart.

2.1.62

Ich werde zum Nutzen sprechen, nicht zum Schaden.

2.1.63

Ich werde mit liebevollem Herzen sprechen, nicht mit verstecktem Hass.

2.1.64

Ein Mönch, der einen anderen anklagen will, soll zuerst diese fünf Dinge bei sich selbst sicherstellen.

2.1.65

Fünf Faktoren, die die Meditation unterstützen:

2.1.66

Da hat ein Mönch Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen:

2.1.67

‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

2.1.68

Er ist selten krank oder unwohl. Sein Magen verdaut gut, ist weder zu heiß noch zu kalt, sondern genau richtig und passend für die Meditation.

2.1.69

Er ist nicht verschlagen oder hinterhältig. Er vertraut sich ehrlich dem Lehrer oder vernünftigen geistlichen Gefährten an.

2.1.70

Er lebt so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.

2.1.71

Er ist weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.

2.1.72

Fünf reine Aufenthalte:

2.1.73

Aviha, Atappa, die Götter von schönem Anblick, die Götter mit schönem Blick und Akaniṭṭha.

2.1.74

Fünf Nichtwiederkehrer:

2.1.75

einer, der zwischen zwei Leben erlischt; einer, der beim Auftreffen erlischt; einer, der ohne zusätzliche Anstrengung erlischt; einer, der mit zusätzlicher Anstrengung erlischt; und einer, der stromaufwärts geht zum Akaniṭṭha-Bereich.

2.1.76

Fünf Arten seelischer Öde:

2.1.77

Zunächst hat da ein Mönch Zweifel am Lehrer. Er ist unsicher, unentschlossen und mutlos.

2.1.78

Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die erste Art seelischer Öde.

2.1.79

Dann hat da ein Mönch Zweifel an der Lehre …

2.1.80

am Saṅgha …

2.1.81

und an der Schulung …

2.1.82

Ein Mönch ist zornig und aufgebracht über seine geistlichen Gefährten, verbittert und verschlossen.

2.1.83

Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die fünfte Art seelischer Öde.

2.1.84

Fünf seelische Ketten:

2.1.85

Zunächst ist da ein Mönch nicht frei von Begehren, Sehnen, Zuneigung, Durst, Leidenschaft und Verlangen nach Sinnenfreuden.

2.1.87

Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Ausdauer und Mühe.

2.1.88

Das ist die erste seelische Kette.

2.1.89

Dann ist da ein Mönch nicht frei von Begehren nach dem Körper …

2.1.90

Er ist nicht frei von Begehren nach Form …

2.1.91

Er isst sich ordentlich satt, bis sein Bauch voll ist, und schwelgt dann in den Freuden des Schlafens, Liegens und Dösens …

2.1.92

Er führt das geistliche Leben in der Hoffnung, in einer Klasse von Göttern wiedergeboren zu werden: ‚Dass ich doch durch diese Tugendregel, dieses Gelübde, diese inbrünstige Bußübung oder dieses geistliche Leben einer der Götter werde!‘

2.1.93

Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Ausdauer und Mühe.

2.1.94

Das ist die fünfte seelische Kette.

2.1.95

Fünf Fähigkeiten:

2.1.96

die Fähigkeit des Auges, des Ohrs, der Nase, der Zunge und des Körpers.

2.1.97

Weitere fünf Fähigkeiten:

2.1.98

Die Fähigkeit des Wohlgefühls, des Schmerzes, der Fröhlichkeit, der Traurigkeit und des Gleichmuts.

2.1.99

Weitere fünf Fähigkeiten:

2.1.100

Die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit.

2.1.101

Fünf Elemente des Entrinnens:

2.1.102

Da richtet Mönch den Geist auf Sinnenfreuden, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen.

2.1.103

Aber wenn er den Geist auf Entsagung richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen.

2.1.104

Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von Sinnenfreuden abgelöst.

2.1.105

Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Sinnenfreuden entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

2.1.106

So wird das Entrinnen von Sinnenfreuden erklärt.

2.1.107

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Böswilligkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts …

2.1.108

Aber wenn er den Geist auf Wohlwollen richtet, springt sein Geist vorwärts …

2.1.109

Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Böswilligkeit abgelöst.

2.1.110

Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Böswilligkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

2.1.111

So wird das Entrinnen von Böswilligkeit erklärt.

2.1.112

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Grausamkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts …

2.1.113

Aber wenn er den Geist auf Mildherzigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts …

2.1.114

Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Grausamkeit abgelöst.

2.1.115

Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Grausamkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

2.1.116

So wird das Entrinnen von der Grausamkeit erklärt.

2.1.117

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Form, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts …

2.1.118

Aber wenn er den Geist auf Formlosigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts …

2.1.119

Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Formen abgelöst.

2.1.120

Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Formen entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

2.1.121

So wird das Entrinnen von Formen erklärt.

2.1.122

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf substanzielle Wirklichkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen.

2.1.123

Aber wenn er den Geist auf das Aufhören substanzieller Wirklichkeit richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen.

2.1.124

Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von substanzieller Wirklichkeit abgelöst.

2.1.125

Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von substanzieller Wirklichkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

2.1.126

So wird das Entrinnen von substanzieller Wirklichkeit erklärt.

2.1.127

Fünf günstige Gelegenheiten für Freiheit:

2.1.128

Da lehrt der Lehrer oder ein geachteter geistlicher Gefährte einen Mönch den Dhamma.

2.1.129

Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie der Lehrer oder der geachtete geistliche Gefährte ihn lehrt.

2.1.130

Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi.

2.1.131

Das ist die erste günstige Gelegenheit für Freiheit.

2.1.132

Weiterhin kann es sein, dass weder der Lehrer noch ein geachteter geistlicher Gefährte einen Mönch den Dhamma lehrt. Aber der Mönch lehrt andere ausführlich den Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat. …

2.1.133

Oder der Mönch sagt die Lehre ausführlich auf, so wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. …

2.1.134

Oder der Mönch denkt im Herzen über die Lehre nach und erwägt sie, untersucht sie mit dem Geist, wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. …

2.1.135

Oder ein Meditationsthema als Basis für die Versenkung ergreift er richtig, richtet den Geist richtig darauf, behält es richtig im Sinn und durchdringt es richtig mit Weisheit.

2.1.136

Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie er ein Meditationsthema als Basis für die Versenkung richtig ergreift, den Geist richtig darauf richtet, es richtig im Sinn behält und es richtig mit Weisheit durchdringt.

2.1.137

Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi.

2.1.138

Das ist die fünfte günstige Gelegenheit für Freiheit.

2.1.139

Fünf Wahrnehmungen, die zu Freiheit heranreifen:

2.1.140

die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Leidens in der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst im Leiden, die Wahrnehmung des Aufgebens und die Wahrnehmung des Schwindens.

2.1.141

Das sind die Lehren, die zu Fünfergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

2.1.142

Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

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