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Dasuttarasutta 1.7: 6. Sechsergruppen

Bis zehn aufwärts 1.7

Language
German

6. Sechsergruppen

1.7.1

Sechs Dinge sind eine Hilfe usw.

1.7.2

Welche sechs Dinge sind eine Hilfe?

1.7.3

Sechs warmherzige Eigenschaften:

1.7.4

Da behandelt ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Körper, sowohl öffentlich als insgeheim.

1.7.5

Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.

1.7.6

Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit der Sprache, sowohl öffentlich als insgeheim.

1.7.7

Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim.

1.7.8

Dann teilt da ein Mönch vorbehaltlos, was er an materiellem Besitz auf rechtmäßige Weise erhalten hat, selbst das Essen in seiner Almosenschale, und benutzt es gemeinsam mit seinen tugendhaften geistlichen Gefährten.

1.7.9

Dann lebt da ein Mönch gemäß den Tugendregeln, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Die Regeln sind unversehrt, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie sind befreiend, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, sind richtig aufgefasst und führen in die Versenkung.

1.7.10

Dann lebt da ein Mönch gemäß der Ansicht, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Diese Ansicht ist edel, macht mündig und macht den, der sie zur völligen Auflösung des Leidens anwendet, frei.

1.7.11

Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.

1.7.13

Welche sechs Dinge müssen entwickelt werden?

1.7.14

Sechs Gegenstände zur Besinnung:

1.7.15

Die Besinnung auf den Buddha, auf die Lehre, auf den Saṅgha, auf Tugend, auf Großzügigkeit und auf die Gottheiten.

1.7.17

Welche sechs Dinge müssen vollständig verstanden werden?

1.7.18

Sechs innere Sinnesfelder:

1.7.19

Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist.

1.7.21

Welche sechs Dinge müssen aufgegeben werden?

1.7.22

Sechs Klassen des Verlangens:

1.7.23

Verlangen nach Bildern, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken, Berührungen und Vorstellungen.

1.7.25

Welche sechs Dinge führen zum Rückschritt?

1.7.26

Sechs Arten von fehlender Achtung:

1.7.27

Da hat ein Mönch keine Achtung und keine Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.

1.7.29

Welche sechs Dinge führen zu Erhabenheit?

1.7.30

Sechs Arten von Achtung:

1.7.31

Da hat ein Mönch Achtung und Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.

1.7.33

Welche sechs Dinge sind schwer zu erfassen?

1.7.34

Sechs Elemente des Entrinnens:

1.7.35

Da sagt ein Mönch:

1.7.36

‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

1.7.37

Und doch hält Böswilligkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘

1.7.38

Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen.

1.7.39

Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt und richtig umgesetzt wurde,

1.7.40

und dass doch Böswilligkeit immer noch den Geist gefangen hält.

1.7.41

Denn durch die Erlösung des Herzens durch Liebe entrinnt man der Böswilligkeit.‘

1.7.42

Dann sagt da ein anderer Mönch:

1.7.43

‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

1.7.44

Und doch hält der Gedanke an Grausamkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘

1.7.45

Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

1.7.46

Denn durch die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entrinnt man Gedanken an Grausamkeit.‘

1.7.47

Dann sagt da ein anderer Mönch:

1.7.48

‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entwickelt …

1.7.49

Und doch hält Widerwille meinen Geist immer noch gefangen.‘

1.7.50

Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

1.7.51

Denn durch die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entrinnt man dem Widerwillen.‘

1.7.52

Dann sagt da ein anderer Mönch:

1.7.53

‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

1.7.54

Und doch hält Begehren meinen Geist immer noch gefangen.‘

1.7.55

Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

1.7.56

Denn durch die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entrinnt man dem Begehren.‘

1.7.57

Dann sagt da ein anderer Mönch:

1.7.58

‚Ich habe die merkmalslose Erlösung des Herzens entwickelt …

1.7.59

Und doch folgt mein Bewusstsein immer noch Merkmalen nach.‘

1.7.60

Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

1.7.61

Denn durch die merkmalslose Erlösung des Herzens entrinnt man allen Merkmalen.‘

1.7.62

Dann sagt da ein anderer Mönch:

1.7.63

‚Ich habe die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt. Und ich betrachte nichts mehr als „ich bin das“.

1.7.64

Und doch hält der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘

1.7.65

Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen.

1.7.66

Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt wurde und man nichts mehr als „ich bin das“ betrachtet,

1.7.67

und dass doch der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit immer noch den Geist gefangen hält.

1.7.68

Denn indem man die Einbildung „ich bin“ ausrottet, entrinnt man dem Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit.‘

1.7.70

Welche sechs Dinge müssen hervorgebracht werden?

1.7.71

Sechs gleichbleibende Reaktionen:

1.7.72

Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

1.7.73

Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …

1.7.74

Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …

1.7.75

Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

1.7.76

Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …

1.7.77

Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

1.7.79

Welche sechs Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden?

1.7.80

Sechs unübertreffliche Dinge:

1.7.81

Unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören, unübertrefflicher Gewinn, unübertreffliche Schulung, unübertrefflicher Dienst und unübertreffliche Besinnung.

1.7.83

Welche sechs Dinge müssen verwirklicht werden?

1.7.84

Sechs unmittelbare Einsichten:

1.7.85

Da übt ein Mönch die vielen Arten übersinnlicher Kraft aus: sich vervielfältigen und wieder eins werden; Form annehmen und wieder auflösen; ungehindert durch eine Mauer, einen Erdwall oder einen Berg gehen wie durch leeren Raum; in die Erde eintauchen und wieder auftauchen, als wäre sie Wasser; über das Wasser gehen, als wäre es Land; mit gekreuzten Beinen durch die Luft fliegen wie ein Vogel; Sonne und Mond, so mächtig und gewaltig, mit der Hand berühren und streicheln; den Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt.

1.7.86

Mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit kann er beide Arten von Tönen hören, himmlische und menschliche, ob fern oder nah.

1.7.87

Er erkennt den Geist anderer Wesen und Personen, indem er ihn mit seinem Geist erfasst.

1.7.90

Er erinnert sich an viele Arten früherer Leben mit ihren Merkmalen und Einzelheiten.

1.7.91

Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sieht er Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen.

1.7.92

Er erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.

1.7.94

Daher wurden diese sechzig Dinge, die zutreffend sind, richtig, wirklich, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

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