Dasuttarasutta 2.1: 8. Achtergruppen
Bis zehn aufwärts 2.1
- Language
- German
8. Achtergruppen
2.1.1
Acht Dinge sind eine Hilfe usw.
2.1.2
Welche acht Dinge sind eine Hilfe?
2.1.3
Es gibt acht Gründe und Ursachen, die dazu führen, dass man die Weisheit, die grundlegend für das geistliche Leben ist, erwirbt, und wenn sie erworben wurde, dazu, dass sie anwächst, reift und sich vollständig entwickelt.
2.1.4
Welche acht?
2.1.5
Da lebt ein Mönch, indem er sich auf den Lehrer oder einen geistlichen Gefährten in der Lehrerrolle stützt. Und er entwickelt ihnen gegenüber einen ausgeprägten Sinn für Gewissen und Besonnenheit mit Zuneigung und Achtung.
2.1.6
Das ist die erste Ursache.
2.1.7
Wenn ein Mönch so mit dem Lehrer oder einem geistlichen Gefährten in der Lehrerrolle lebt – mit einem ausgeprägten Sinn für Gewissen und Besonnenheit mit Zuneigung und Achtung –, geht er von Zeit zu Zeit hin und stellt Fragen:
2.1.8
‚Warum, Herr, heißt es so?
2.1.9
Was bedeutet das?‘
2.1.10
Diese Ehrwürdigen klären, was unklar ist, decken auf, was verborgen ist, und zerstreuen den Zweifel bezüglich der vielen zweifelhaften Dinge.
2.1.11
Das ist die zweite Ursache.
2.1.12
Wenn er diese Lehre gehört hat, vervollkommnet er den Rückzug mit dem Körper und dem Geist.
2.1.13
Das ist die dritte Ursache.
2.1.14
Dann ist da ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.
2.1.15
Das ist die vierte Ursache.
2.1.16
Dann ist da ein Mönch sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, übt sie ein, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich.
2.1.17
Das ist die fünfte Ursache.
2.1.18
Dann lebt da ein Mönch so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.
2.1.19
Das ist die sechste Ursache.
2.1.20
Dann ist da ein Mönch achtsam. Er besitzt äußerste Achtsamkeit und Wachheit, und an Dinge, die vor langer Zeit getan oder gesagt wurden, kann er sich erinnern und sie sich ins Gedächtnis rufen.
2.1.21
Das ist die siebte Ursache.
2.1.22
Dann meditiert da ein Mönch, indem er Aufstieg und Untergang bei den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten beobachtet.
2.1.23
‚So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
2.1.24
So ist Gefühl, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.
2.1.25
So ist Wahrnehmung, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
2.1.26
So sind Willensbildungsprozesse, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
2.1.27
So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.‘
2.1.28
Das ist die achte Ursache.
2.1.30
Welche acht Dinge müssen entwickelt werden?
2.1.31
Der edle achtfache Pfad: nämlich
2.1.32
rechte Ansicht, rechtes Bestreben, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.
2.1.34
Welche acht Dinge müssen vollständig verstanden werden?
2.1.35
Acht weltliche Gegebenheiten:
2.1.36
Gewinn und Verlust, Ruhm und Schande, Lob und Tadel, Glück und Schmerz.
2.1.38
Welche acht Dinge müssen aufgegeben werden?
2.1.39
Acht falsche Wege:
2.1.40
falsche Ansicht, falsches Bestreben, falsche Rede, falsches Handeln, falscher Lebenserwerb, falscher Einsatz, falsche Achtsamkeit und falsche Versenkung.
2.1.42
Welche acht Dinge führen zum Rückschritt?
2.1.43
Acht Grundlagen für Trägheit:
2.1.44
Da hat ein Mönch etwas zu arbeiten.
2.1.45
Er denkt:
2.1.46
‚Ich habe etwas zu arbeiten. Aber bei dieser Arbeit wird mein Körper müde werden. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘
2.1.47
Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.
2.1.48
Das ist die erste Grundlage für Trägheit.
2.1.49
Dann hat da ein Mönch etwas gearbeitet.
2.1.50
Er denkt:
2.1.51
‚Ich habe etwas gearbeitet. Aber während der Arbeit wurde mein Körper müde. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘
2.1.52
Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …
2.1.53
Das ist die zweite Grundlage für Trägheit.
2.1.54
Dann muss da ein Mönch eine Reise unternehmen.
2.1.55
Er denkt:
2.1.56
‚Ich muss eine Reise unternehmen. Aber beim Gehen wird mein Körper müde werden. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘
2.1.57
Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …
2.1.58
Das ist die dritte Grundlage für Trägheit.
2.1.59
Dann hat da ein Mönch eine Reise unternommen.
2.1.60
Er denkt:
2.1.61
‚Ich habe eine Reise unternommen. Aber beim Gehen wurde mein Körper müde. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘
2.1.62
Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …
2.1.63
Das ist die vierte Grundlage für Trägheit.
2.1.64
Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, aber er hat nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.
2.1.65
Er denkt:
2.1.66
‚Ich bin um Almosen umhergezogen, aber ich habe nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist müde und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ …
2.1.67
Das ist die fünfte Grundlage für Trägheit.
2.1.68
Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, und er hat genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.
2.1.69
Er denkt:
2.1.70
‚Ich bin um Almosen umhergezogen, und ich habe genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist schwer, als hätte ich gerade eine große Portion Bohnen gegessen, und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘
2.1.71
Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …
2.1.72
Das ist die sechste Grundlage für Trägheit.
2.1.73
Dann fühlt sich da ein Mönch ein wenig krank. Er denkt:
2.1.74
‚Ich fühle mich ein wenig krank. Hinlegen wäre gut für mich. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘
2.1.75
Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …
2.1.76
Das ist die siebte Grundlage für Trägheit.
2.1.77
Dann ist da ein Mönch kürzlich von einer Krankheit genesen.
2.1.78
Er denkt:
2.1.79
‚Ich bin kürzlich von einer Krankheit genesen. Mein Körper ist schwach und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘
2.1.81
Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …
2.1.82
Das ist die achte Grundlage für Trägheit.
2.1.84
Welche acht Dinge führen zu Erhabenheit?
2.1.85
Acht Grundlagen, um die Energie aufzurütteln:
2.1.86
Da hat ein Mönch etwas zu arbeiten. Er denkt:
2.1.87
‚Ich habe etwas zu arbeiten. Während der Arbeit ist es nicht leicht, den Geist auf die Anleitung der Buddhas zu richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘
2.1.88
Er rüttelt seine Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.
2.1.89
Das ist die erste Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.90
Dann hat da ein Mönch etwas gearbeitet.
2.1.91
Er denkt:
2.1.92
‚Ich habe etwas gearbeitet. Während der Arbeit konnte ich den Geist nicht auf die Anleitung der Buddhas richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ …
2.1.93
Das ist die zweite Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.94
Dann muss da ein Mönch eine Reise unternehmen.
2.1.95
Er denkt:
2.1.96
‚Ich muss eine Reise unternehmen. Beim Gehen ist es nicht leicht, den Geist auf die Anleitung der Buddhas zu richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ …
2.1.97
Das ist die dritte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.98
Dann hat da ein Mönch eine Reise unternommen.
2.1.99
Er denkt:
2.1.100
‚Ich habe eine Reise unternommen. Beim Gehen konnte ich den Geist nicht auf die Anleitung der Buddhas richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ …
2.1.101
Das ist die vierte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.102
Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, aber er hat nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.
2.1.103
Er denkt:
2.1.104
‚Ich bin um Almosen umhergezogen, aber ich habe nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist leicht und taugt zur Arbeit. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ …
2.1.105
Das ist die fünfte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.106
Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, und er hat genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.
2.1.107
Er denkt:
2.1.108
‚Ich bin um Almosen umhergezogen, und ich habe genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist kräftig und taugt zur Arbeit. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ …
2.1.110
Das ist die sechste Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.111
Dann fühlt sich da ein Mönch ein wenig krank.
2.1.112
Er denkt:
2.1.113
‚Ich fühle mich ein wenig krank. Es ist möglich, dass diese Krankheit schlimmer wird. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ …
2.1.114
Das ist die siebte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.115
Dann ist da ein Mönch kürzlich von einer Krankheit genesen.
2.1.116
Er denkt:
2.1.117
‚Ich bin kürzlich von einer Krankheit genesen. Es ist möglich, dass die Krankheit wiederkommt. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘
2.1.118
Er rüttelt seine Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.
2.1.119
Das ist die achte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.
2.1.121
Welche acht Dinge sind schwer zu erfassen?
2.1.122
Acht verpasste Gelegenheiten für das geistliche Leben:
2.1.123
Zunächst ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Er lehrt den Dhamma, der zum Frieden, zum Erlöschen, zum Erwachen führt, wie er vom Heiligen verkündet wurde.
2.1.124
Aber die Person wurde in der Hölle wiedergeboren.
2.1.125
Das ist die erste verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.126
Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.
2.1.127
Aber die Person wurde im Tierreich wiedergeboren.
2.1.128
Das ist die zweite verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.129
Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.
2.1.130
Aber die Person wurde im Gespensterreich wiedergeboren.
2.1.131
Das ist die dritte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.132
Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.
2.1.133
Aber die Person wurde in einer der Klassen langlebiger Götter wiedergeboren.
2.1.134
Das ist die vierte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.135
Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.
2.1.136
Aber die Person wurde in den Grenzgebieten unter ungebildeten Fremden wiedergeboren, da, wo Mönche, Nonnen, Laienmänner und Laienfrauen nicht hingehen.
2.1.137
Das ist die fünfte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.138
Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.
2.1.139
Und die Person wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Aber sie hat eine falsche Ansicht und einen verzerrten Blickwinkel:
2.1.140
‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt nicht diese und jene Welt. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der diese und jene Welt erklärt, nachdem er sie durch eigene Einsicht erkannt hat.‘
2.1.141
Das ist die sechste verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.142
Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.
2.1.143
Und die Person wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Aber sie ist ein geistloser, stumpfer Trottel, nicht in der Lage, zu unterscheiden, was gut gesagt und was schlecht gesagt ist.
2.1.144
Das ist die siebte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.145
Dann ist da kein Klargewordener in der Welt erschienen,
2.1.146
und der Dhamma, der zum Frieden, zum Erlöschen, zum Erwachen führt, wie er vom Heiligen verkündet wurde, wird nicht gelehrt. Und die Person wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Und sie ist weise, gewitzt, gescheit und in der Lage, zu unterscheiden, was gut gesagt und was schlecht gesagt ist.
2.1.147
Das ist die achte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.
2.1.149
Welche acht Dinge müssen hervorgebracht werden?
2.1.150
Acht Gedanken eines großen Menschen:
2.1.151
‚Diese Lehre ist für die Genügsamen, nicht für die Anspruchsvollen.
2.1.152
Sie ist für die Zufriedenen, nicht für die Unzufriedenen.
2.1.153
Sie ist für die, die abgeschieden leben, nicht für die, die Gesellschaft genießen.
2.1.154
Sie ist für die Energischen, nicht für die Trägen.
2.1.155
Sie ist für die Achtsamen, nicht für die Unachtsamen.
2.1.156
Sie ist für die mit Versenkung, nicht für die ohne Versenkung.
2.1.157
Sie ist für die Weisen, nicht für die Geistlosen.
2.1.158
Diese Lehre ist für die, die das Ausufern nicht genießen, nicht für die, die das Ausufern genießen.‘
2.1.159
Welche acht Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden?
2.1.160
Acht Dimensionen der Meisterschaft:
2.1.161
Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.163
Das ist die erste Dimension der Meisterschaft.
2.1.164
Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.166
Das ist die zweite Dimension der Meisterschaft.
2.1.167
Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.169
Das ist die dritte Dimension der Meisterschaft.
2.1.170
Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.172
Das ist die vierte Dimension der Meisterschaft.
2.1.173
Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz.
2.1.174
Wie eine Flachsblüte, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz.
2.1.175
Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.176
Das ist die fünfte Dimension der Meisterschaft.
2.1.177
Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz.
2.1.178
Wie eine Kaṇikārablüte, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz.
2.1.179
Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.180
Das ist die sechste Dimension der Meisterschaft.
2.1.181
Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz.
2.1.182
Wie eine scharlachrote Malvenblüte, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz.
2.1.183
Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.184
Das ist die siebte Dimension der Meisterschaft.
2.1.185
Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.
2.1.186
Wie der Morgenstern, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.
2.1.187
Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘
2.1.188
Das ist die achte Dimension der Meisterschaft.
2.1.190
Welche acht Dinge müssen verwirklicht werden?
2.1.191
Acht Befreiungen:
2.1.192
Man besitzt körperliche Form und sieht Formen.
2.1.193
Das ist die erste Befreiung.
2.1.194
Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich.
2.1.195
Das ist die zweite Befreiung.
2.1.196
Man ist einzig auf Schönheit ausgerichtet.
2.1.197
Das ist die dritte Befreiung.
2.1.198
Man übersteigt jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem man den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt man im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin.
2.1.199
Das ist die vierte Befreiung.
2.1.200
Man übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin.
2.1.201
Das ist die fünfte Befreiung.
2.1.202
Man übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin.
2.1.203
Das ist die sechste Befreiung.
2.1.204
Man übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin.
2.1.205
Das ist die siebte Befreiung.
2.1.206
Man übersteigt vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin.
2.1.207
Das ist die achte Befreiung.
2.1.209
Daher wurden diese achtzig Dinge, die zutreffend sind, richtig, wirklich, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.
Translations (2)
- Od jedan do deset — sr
- Up to Ten — English
Commentaries (1)
- Sumaṅgalavilāsinī — Buddhaghosa, Pāli
Linked texts (1)
- Dasuttarasutta — Pāli