Dasuttarasutta 2.2: 9. Neunergruppen
Bis zehn aufwärts 2.2
- Language
- German
9. Neunergruppen
2.2.1
Neun Dinge sind eine Hilfe usw.
2.2.2
Welche neun Dinge sind eine Hilfe?
2.2.3
Neun Dinge, die in wohlüberlegtem Gebrauch des Geistes wurzeln: Wenn man den Geist wohlüberlegt gebraucht, lodert Freude auf. Wenn man voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet man Seligkeit. Und wenn man voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Wenn der Geist versunken ist, kann man wahrhaftig erkennen und sehen. Wenn man wahrhaftig erkennt und sieht, wird man ernüchtert. Wenn man ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist man befreit.
2.2.5
Welche neun Dinge müssen entwickelt werden?
2.2.6
Neun Faktoren des Bemühens um Reinheit:
2.2.7
die Faktoren des Bemühens um Reinheit von Tugend, Geist und Ansicht, Reinheit von Überwindung des Zweifels, Reinheit von Erkennen und Sehen dessen, was der Pfad und was nicht der Pfad ist, von Erkennen und Sehen der Übung, von Erkennen und Sehen, von Weisheit und Freiheit.
2.2.9
Welche neun Dinge müssen vollständig verstanden werden?
2.2.10
Neun Aufenthalte der Lebewesen:
2.2.11
Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung vielfältig sind – wie Menschen, manche Götter und manche Wesen in der Unterwelt.
2.2.12
Das ist der erste Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.13
Es gibt Lebewesen, deren Körper vielfältig sind und deren Wahrnehmung einheitlich ist – wie die Götter, die durch die erste Vertiefung in Brahmās Gefolge wiedergeboren wurden.
2.2.14
Das ist der zweite Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.15
Es gibt Lebewesen, deren Körper einheitlich sind und deren Wahrnehmung vielfältig ist – wie die Götter von strahlendem Glanz.
2.2.16
Das ist der dritte Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.17
Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung einheitlich sind – wie die Götter von allumfassender Schönheit.
2.2.18
Das ist der vierte Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.19
Es gibt Lebewesen, die sind ohne Wahrnehmung und erleben nichts – wie die Götterwesen ohne Wahrnehmung.
2.2.20
Das ist der fünfte Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.21
Es gibt Lebewesen, die jegliche Formwahrnehmung überstiegen haben. Mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem sie den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richteten, wurden sie im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in der Dimension des unendlichen Raumes wiedergeboren.
2.2.22
Das ist der sechste Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.23
Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Raumes vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, wurden sie in der Dimension des unendlichen Bewusstseins wiedergeboren.
2.2.24
Das ist der siebte Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.25
Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Bewusstseins vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, wurden sie in der Dimension des Nichts wiedergeboren.
2.2.26
Das ist der achte Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.27
Es gibt Lebewesen, die die Dimension des Nichts vollständig überstiegen haben. Sie wurden in der Dimension wiedergeboren, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat.
2.2.28
Das ist der neunte Aufenthalt der Lebewesen.
2.2.30
Welche neun Dinge müssen aufgegeben werden?
2.2.31
Neun Dinge, die im Verlangen wurzeln:
2.2.32
Verlangen führt zu Suchen. Suchen führt zu Erlangen von Besitz. Erlangen von Besitz führt zu Bewerten. Bewerten führt zu Sehnen und Begehren. Sehnen und Begehren führten zu Anhänglichkeit. Anhänglichkeit führt zu Eigentümerschaft. Eigentümerschaft führt zu Geiz. Geiz führt zu Schutzmaßnahmen. Aufgrund von Schutzmaßnahmen kommen zahlreiche schlechte, untaugliche Dinge zustande: das Greifen zu Stock und Schwert, Zank, Zwist, Streit, Anschuldigungen, entzweiende Rede und Lügen.
2.2.34
Welche neun Dinge führen zum Rückschritt?
2.2.35
Neun Grundlagen für Groll:
2.2.36
Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch hat mir Unrecht getan‘ hegt man Groll.
2.2.37
Beim Gedanken: ‚Er tut mir Unrecht‘ …
2.2.38
‚Er wird mir Unrecht tun‘ …
2.2.39
‚Er hat jemandem Unrecht getan, der mir lieb und teuer ist‘ …
2.2.40
‚Er tut jemandem Unrecht, der mir lieb und teuer ist‘ …
2.2.41
‚Er wird jemandem Unrecht tun, der mir lieb und teuer ist‘ …
2.2.42
‚Er hat jemandem geholfen, der mir unlieb und verhasst ist‘ …
2.2.43
‚Er hilft jemandem, der mir unlieb und verhasst ist‘ …
2.2.44
Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch wird jemandem helfen, der mir unlieb und verhasst ist‘ hegt man Groll.
2.2.46
Welche neun Dinge führen zu Erhabenheit?
2.2.47
Neun Mittel, um sich von Groll loszumachen:
2.2.48
Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch hat mir Unrecht getan, doch was kann ich da machen?‘ macht man sich von Groll los.
2.2.49
Beim Gedanken: ‚Er tut mir Unrecht …‘ …
2.2.50
‚Er wird mir Unrecht tun …‘ …
2.2.51
‚Er hat jemandem Unrecht getan, der mir lieb und teuer ist …‘ …
2.2.52
‚Er tut jemandem Unrecht, der mir lieb und teuer ist …‘ …
2.2.53
‚Er wird jemandem Unrecht tun, der mir lieb und teuer ist …‘ …
2.2.54
‚Er hat jemandem geholfen, der mir unlieb und verhasst ist …‘ …
2.2.55
‚Er hilft jemandem, der mir unlieb und verhasst ist …‘ …
2.2.56
Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch wird jemandem helfen, der mir unlieb und verhasst ist, doch was kann ich da machen?‘ macht man sich von Groll los.
2.2.58
Welche neun Dinge sind schwer zu erfassen?
2.2.59
Neun Arten der Vielfalt:
2.2.60
Die Vielfalt der Elemente führt zur Vielfalt der Kontakte. Die Vielfalt der Kontakte führt zur Vielfalt der Gefühle. Die Vielfalt der Gefühle führt zur Vielfalt der Wahrnehmungen. Die Vielfalt der Wahrnehmungen führt zur Vielfalt der Gedanken. Die Vielfalt der Gedanken führt zur Vielfalt des Sehnens. Die Vielfalt des Sehnens führt zur Vielfalt der Leidenschaften. Die Vielfalt der Leidenschaften führt zu den vielfältigen Arten der Suche. Die vielfältigen Arten der Suche führen zur Vielfalt des Gewinns.
2.2.62
Welche neun Dinge müssen hervorgebracht werden?
2.2.63
Neun Wahrnehmungen:
2.2.64
die Wahrnehmung des Abstoßenden, die Wahrnehmung des Todes, die Wahrnehmung der Widerwärtigkeit der Nahrung, die Wahrnehmung der Entfremdung von der ganzen Welt, die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Leidens in der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst im Leiden, die Wahrnehmung des Aufgebens und die Wahrnehmung des Schwindens.
2.2.66
Welche neun Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden?
2.2.67
Neun fortschreitende Meditationen:
2.2.68
Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin …
2.2.69
Er tritt in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin …
2.2.70
Er tritt in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin …
2.2.71
Er tritt in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin.
2.2.72
Er übersteigt jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, indem er den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt er im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin.
2.2.73
Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin.
2.2.74
Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin.
2.2.75
Er übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin.
2.2.76
Er übersteigt vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin.
2.2.78
Welche neun Dinge müssen verwirklicht werden?
2.2.79
Neun fortschreitende Stufen des Aufhörens:
2.2.80
Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, hat sinnliche Wahrnehmung aufgehört.
2.2.81
Wenn man die zweite Vertiefung erreicht hat, hat das Ausrichten und Halten des Geistes aufgehört.
2.2.82
Wenn man die dritte Vertiefung erreicht hat, hat Ekstase aufgehört.
2.2.83
Wenn man die vierte Vertiefung erreicht hat, hat das Atmen aufgehört.
2.2.84
Wenn man die Dimension des unendlichen Raumes erreicht hat, hat die Formwahrnehmung aufgehört.
2.2.85
Wenn man die Dimension des unendlichen Bewusstseins erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Raumes aufgehört.
2.2.86
Wenn man die Dimension des Nichts erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Bewusstseins aufgehört.
2.2.87
Wenn man die Dimension erreicht hat, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des Nichts aufgehört.
2.2.88
Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, haben Wahrnehmung und Gefühl aufgehört.
2.2.90
Daher wurden diese neunzig Dinge, die zutreffend sind, richtig, wirklich, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.
Translations (2)
- Od jedan do deset — sr
- Up to Ten — English
Commentaries (1)
- Sumaṅgalavilāsinī — Buddhaghosa, Pāli
Linked texts (1)
- Dasuttarasutta — Pāli