With Soṇadaṇḍa 6: 3. Die Eigenschaften des Buddha
Mit Soṇadaṇḍa 6
- Language
- German
3. Die Eigenschaften des Buddha
6.1
Als sie geendet hatten, sagte Soṇadaṇḍa zu diesen Brahmanen:
6.2
„Nun hört denn, werte Herren, warum es angebracht ist, dass ich hingehe, um den werten Gotama zu sehen,
6.3
und nicht angebracht, dass er herkommt, um mich zu sehen:
6.4
Er ist von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück.
6.5
Aus diesem Grund ist es nicht angebracht, dass der werte Gotama herkommt, um mich zu sehen;
6.6
es ist vielmehr angebracht, dass ich hingehe, um ihn zu sehen.
6.7
Als er fortzog, verließ er einen großen Familienkreis. …
6.8
Als er fortzog, ließ er Goldmünzen und ungemünztes Gold in Fülle zurück, das unter und über der Erde verwahrt ist. …
6.9
Er zog aus dem Haus fort ins hauslose Leben, als er noch ein junger Mensch war, jung, mit makellos schwarzem Haar, von Jugend gesegnet, in der Blüte des Lebens. …
6.10
Obwohl seine Mutter und sein Vater es anders wollten und mit tränenüberströmtem Gesicht weinten, rasierte er sich Haar und Bart, legte ockerfarbene Roben an und zog aus dem Haus fort ins hauslose Leben. …
6.11
Er ist ansprechend, gut aussehend, reizend, von unvergleichlicher Schönheit. Er ist von gottgleicher Schönheit und Herrlichkeit, von bemerkenswertem Anblick. …
6.12
Er ist tugendhaft, besitzt die Tugend, die edel und tauglich ist. …
6.13
Er ist ein guter Redner und drückt sich gut aus. Seine Worte sind geschliffen, klar und deutlich und bringen die Bedeutung zum Ausdruck. …
6.14
Er lehrt die Lehrmeister Vieler. …
6.15
Er hat das sinnliche Verlangen beendet und ist frei von Launenhaftigkeit. …
6.16
Er lehrt die Wirksamkeit von Taten und Verhalten. Er wünscht der Gemeinschaft der Brahmanen keinen Schaden. …
6.17
Er zog von einer angesehenen Familie mit ungebrochener adliger Abstammungslinie fort. …
6.18
Er zog von einer reichen, wohlhabenden und vermögenden Familie fort. …
6.19
Die Menschen kommen aus fernen Reichen und fernen Ländern, um ihm Fragen zu stellen. …
6.20
Viele tausend Gottheiten haben für ihr ganzes Leben zu ihm Zuflucht genommen. …
6.21
Er hat diesen guten Ruf:
6.22
‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘ …
6.23
Er besitzt die zweiunddreißig Kennzeichen eines großen Mannes. …
6.24
Er ist einladend, sympathisch, höflich, lächelnd, offen und spricht als Erster. …
6.25
Er wird von den vier Versammlungen geehrt, geachtet, gewürdigt, verehrt und wertgeschätzt. …
6.26
Viele Götter und Menschen sind ihm ergeben. …
6.27
Während er sich in einem Dorf oder Marktflecken befindet, bedrängen nicht-menschliche Wesen die Menschen dort nicht. …
6.28
Er leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft, und er gilt als der beste der verschiedenen Religionsstifter. Er erlangte seinen Ruhm nicht auf dieselbe Weise wie jene anderen Asketen und Brahmanen.
6.29
Er erlangte seinen Ruhm vielmehr durch sein unübertreffliches Wissen und Verhalten. …
6.30
Der König Seniya Bimbisāra von Magadha und seine Frauen und Kinder haben für ihr ganzes Leben zum Asketen Gotama Zuflucht genommen. …
6.31
Der König Pasenadi von Kosala und seine Frauen und Kinder haben für ihr ganzes Leben zum Asketen Gotama Zuflucht genommen. …
6.32
Der Brahmane Pokkharasāti und seine Frauen und Kinder haben für ihr ganzes Leben zum Asketen Gotama Zuflucht genommen. …
6.33
Er ist geehrt, geachtet, gewürdigt, verehrt und wertgeschätzt vom König Bimbisāra von Magadha …
6.34
dem König Pasenadi von Kosala …
6.35
und dem Brahmanen Pokkharasāti. …
6.36
Der Asket Gotama ist in Campā angekommen und hält sich am Ufer des Gaggarā-Lotusteichs auf.
6.37
Jeder Asket oder Brahmane, der herkommt und sich in unserem Dorfbezirk aufhält, ist unser Gast,
6.38
und er sollte als solcher geehrt und geachtet werden.
6.41
Auch aus diesem Grund ist es nicht angebracht, dass der werte Gotama herkommt, um mich zu sehen;
6.42
es ist vielmehr angebracht, dass ich hingehe, um ihn zu sehen.
6.43
Soweit reicht das Lob des werten Gotama, das ich mir eingeprägt habe. Aber sein Lob ist nicht darauf beschränkt,
6.44
denn das Lob des werten Gotama ist grenzenlos.“
6.45
Als er geendet hatte, sagten diese Brahmanen zu ihm:
6.46
„Nach dem Lob Soṇadaṇḍas würde es sich für einen vertrauensvollen ehrbaren Menschen lohnen, hinzugehen, um den werten Gotama zu sehen, wenn er sich im Umkreis von hundert Meilen aufhielte, selbst wenn man seine eigenen Vorräte in einem Ranzen tragen müsste.“
6.47
„Nun, werte Herren, lasst uns alle hingehen, um den Asketen Gotama zu sehen.“
Translations (3)
- With Soṇadaṇḍa — English
- Razgovor sa Soṇadaṇḍom — sr
- Sonadanda Sutta (Dialogues of the Buddha) — English
Commentaries (1)
- Sumaṅgalavilāsinī — Buddhaghosa, Pāli
Linked texts (1)
- Soṇadaṇḍasutta — Pāli