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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s1: 1. Kapitel. Die Welt im allgemeinen

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s1

Language
German

1. Kapitel. Die Welt im allgemeinen

c8.s1.1

Die Anzahl der Welten ist unendlich. Vier Dinge sind nach dem Glauben der Buddhisten unermesslich und infolgedessen unerkennbar, nämlich die Wissenschaft des Buddha, der Raum, die Menge der Lebewesen und die Zahl der Welten (cakkavāḷa) ³). Demnach ist die bekannte Welt, in der der Buddha gelebt hat, nicht die einzige, sondern unabhängig von ihr existieren noch unendlich viele derartige Weltgebäude mit eigenen Himmeln und Höllen und all jenen Gegenständen und Wesen, die man auf dieser Welt findet.

c8.s1.2

³ Buddhavamsa Vers 64 (S. 5).

c8.s1.3

Bezeichnungen des Weltalls. Lokadhātu ⁴) und Cakkavāḷa ⁵) oder Cakkavalla, Sanskrit vielfach Cakravāḍa (Singal.

c8.s1.4

⁴ Lokadhātu bedeutet einfach „Welt“, dhātu ist bloss expletiv zu fassen; s. Burnouf: Introduction S. 594.

c8.s1.5

⁵ Die Etymologisierungsversuche dieses Wortes finden sich zusammengestellt in Jacobi's Artikel „Chakravartin“ in der Encyclopaedia of Religion and Ethics. Vol. 3 (1910) S. 336 f.

c8.s1.6

Sakvala) sind die termini technici für ein Weltall im buddhistischen Sinne. Lokadhātu, das sich in der älteren buddhistischen Literatur noch verhältnismässig selten findet, ist der umfassendere Begriff und bezeichnet die Welt mit allen Abteilungen, während Cakkavāla zuerst die Benennung für das die Welt umgebende Ringgebirge ist, das sich unter anderem Nameu auch bei den Brāhmaṇen und Jaina findet, dann aber seinen Begriffsinhalt erweiterte. Über die Einteilung der Welten in verschiedene Klassen s. Hardy: Manual S. 2 f.

c8.s1.7

Wie alle Kosmographien des Altertums teilt der Buddhismus das Weltall ein in Ober-, Unter- und Mittelwelt oder Erde (paṭhavī, pṛthivī), mit dem wir als dem nächstliegendsten beginnen, um dann die minderrealen Reiche der Himmels- und Unterwelt zu behandeln.

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