Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s3: 3. Kapitel. Der Sternhimmel
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s3
- Language
- German
3. Kapitel. Der Sternhimmel
c8.s3.1
In den kanonischen Schriften wird über die Himmelskörper nicht viel berichtet ²). Aṅguttara-Nikāya 4 S. 254 wird von Sonne und Mond gesagt, dass sie lieblich sind, im Luftraum umherwandeln, die Finsternis vernichten und die Weltgegenden erleuchten (cando ca suriyo ca ubho sudassanā | obhāsayaṃ anupariyanti yāvatā | tamonuḍā te pana antalikkhagā | nabhe pabhāsanti disā virocanā ||). Nach Aṅguttara-Nikāya 1 S. 283 sind Sonne und Mond kreisrund (candamaṇḍalaṃ bh. vivaṭaṃ virocati . . . suriyamaṇḍalaṃ bh. vivaṭaṃ virocati . . .).
c8.s3.2
² Ausführliches über jüngere buddhistische Anschauungen findet man in Beal: catena S. 68 ff., Hardy: Manual S. 20 ff.
c8.s3.3
Ähnlich lehrt das Dīgha-Nikāya 3 S. 196: yato uggacchati suriyo ādicco maṇḍalī mahā . . . Sonne und Mond umwandeln den Sineru und bringen dadurch Tag und Nacht hervor (Jātaka g. 6 S. 278: passa candañ ca suriyañ ca obhāsante catuddisā | Sineruṃ anupariyante . . .)
c8.s3.4
Die Ursachen der Vier Ursachen können Sonne und Mond verdunkeln, wie Aṅguttara-Nikāya 2 S. 53 Verfinsterung von ausgeführt wird, nämlich 1. eine Wolke, 2. die Erde, 3. der Dunst der Atmosphäre und 4. der Sonne und Mond. Asurafürst Rāhu (abham bh. candimasuriyānam . . ., mahiyā . . ., dhūmarajo . . ., Rāhu . . . asurindo . . . upakkileso . . .).
c8.s3.5
Bestandteile Die Sonne besteht aus acht Teilen nach Ausführung von Aṅguttara-Nikāya 4 S. 255. der Sonne. Diese sind: 1. Perlen (muttā), 2. Edelstein (maṇi), 3. Beryll (veḷuriya), 4. Gold (? bhaddaka) ¹),
5. Gold (singī), 6. Gold (suvaṇṇa), 7. Gold (kañcana) und 8. Gold, das haṭaka heisst (yaṃ jātarūpaṃ haṭakan ti vuccati).
c8.s3.6
Verhältnis d. Licht- Das Licht von Mond und Sternen macht nicht den sechzehnten Teil des Sonnenlichtes stärke von Sonne, aus (Aṅguttara-Nikāya 5 S. 255: . . . kalam pi te nānubhavanti soḷasim candappabhā tāragaṇā Mond und Sternen. va ²) sabbe). Der Mond ist unter den Sternen der erste, und deren Glanz macht noch nicht den sechzehnten Teil des Mondlichtes aus (Aṅguttara-Nikāya 5 S. 22: . . . yā kāci tārakarūpānam pabhā, sabbā tā candappabhāya kalam nāgghanti soḷasim . . .).
c8.s3.7
Sonne und Mond Sowohl Sonne wie Mond werden als Gottheiten aufgefasst, und es wird ihnen je ein als Gottheiten be- Hofstaat von Gottheiten zugeschrieben (Dīgha-Nikāya 2 S. 259: candassūpanisā devam cantrachtet. dam āgu purakkhatvā, suriyassūpanisā devā suriyam āgu purakkhatvā, . . .).
c8.s3.8
Die Nakṣatra. Die Nakṣatra (nakkhatta) haben die Gestalt von Sternen (Aṅguttara-Nikāya 4 S. 86: nakkhattāni tārakarūpāni . . .). Nur Mahāvastu 3 S. 303 ff. und zum Teil Lalitavistara S. 389 finde ich eine Aufzählung derselben. Nach den Himmelsgegenden wird der Kreis der 28 Nakṣatra in vier Gruppen zu je sieben Sternen eingeteilt. Die östliche Gruppe beginnt mit Kṛttikā. Die weitere Aufzählung der Namen ist hier überflüssig, zumal sie keine bemerkenswerten Varianten bieten.
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