Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t14: D. Der Kāloda-Ozean
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s2.t14
- Language
- German
D. Der Kāloda-Ozean
c9.s2.t14.1
Den Kontinent Dhātakīkhaṇḍa umgibt rings der Kāloda-Ozean ³). Er hat eine Tiefe von 1000 und eine Breite von 800 000 Yojana, ist mit einem mit Lotusterrasse und Gebüsch verzierten Wall umgeben, der nach den vier Hauptrichtungen die vier stereotypen Tore hat. Der Ozean hat seinen Namen von der schwarzen Farbe seines Wassers, das wohlschmeckend und kräftig ist. Er wird beherrscht von den beiden Göttern Kāla und Mahākāla, die in der Ost- und Westhälfte ihre Wohnsitze haben, und deren Lebensdauer ein Palyopama Jahre beträgt.
c9.s2.t14.2
³ Jīvābhigamasūtra Bl. 763 a ff.; Lokaprakāśa S. 771 f.; Jambūdvīpasamāsa S. 34; Trailokya- dīpikā Bl. 49 b.
c9.s2.t14.3
Der Ozean hat in seinem Inneren keine Pātāla, und folglich findet in demselben auch keine Ebbe und Flut statt. Die Zahl und Verteilung der Inseln (antaradvīpa) ist die gleiche wie im Lavaṇoda-Meere.
Cites (3)
- Jīvājīvābhigama — Ardhamāgadhī Prakrit
- Saṃgahaṇīrayaṇa — Śrīcandrasūri, Māhārāṣṭrī Prakrit
- Lokaprakāśa — Kṣemendra, Sanskrit