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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s3.t3: 3. Der Jainismus in Orissa

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s3.t3

Language
German

3. Der Jainismus in Orissa

c7.s3.t3.1

In früher Zeit scheint die Jaina-Religion im Reiche Kalinga verbreitet gewesen zu sein, denn in Udayagiri bei Kattak (Cuttack) in Orissa hat man Inschriften[*] gefunden, nach welchen der König Khâravela eine Statue des Agra-jina (gemeint ist wohl der erste Tîrthankara, Rishabha) errichten und für die Mönche Höhlenwohnungen graben ließ. Ob Khâravela selbst ein überzeugter Jaina oder nur ein freidenkender Mann war, der seinen verschiedenen Untertanen gleicherweise Wohltaten erwies, steht nicht fest; wahrscheinlich war das letztere der Fall. Kalinga ist offenbar noch lange eine Pflegestätte des Jainismus gewesen, da noch der chinesische Reisende Hiuen-Tsiang (629—6445) es als einen Hauptsitz dieser Religion nennt²⁰.

c7.s3.t3.2

²⁰ [^20]: [*] Die Inschrift der sog. Hâthi-Gumphâ-Höhle ist nach Bhagavânlâl Indrâjî als im 165. Jahre der Maurya-Ära abgefaßt datiert. Dies würde das Jahr 157—156 v. Chr. ergeben, vom Regierungsantritt Candraguptas aus gerechnet. Von anderen wird jedoch bestritten, daß die Inschrift diese Datierung aufweist.