Pramāṇa · Search · About · API

Sampasadaniyasutta 18: 1.15. Übersinnliche Kräfte

Zuversicht wecken 18

Language
German

1.15. Übersinnliche Kräfte

18.1

Und mehr noch, Herr: Es ist unübertrefflich, wie der Buddha die übersinnlichen Kräfte lehrt.

18.2

Es gibt zwei Arten übersinnlicher Kräfte:

18.3

Es gibt übersinnliche Kräfte, die mit Befleckungen und Bindungen verbunden sind und als unedel gelten.

18.4

Und es gibt übersinnliche Kräfte, die frei von Befleckungen und Bindungen sind und als edel gelten.

18.5

Welches sind die übersinnlichen Kräfte, die mit Befleckungen und Bindungen verbunden sind und als unedel gelten?

18.6

Da ist ein Asket oder Brahmane, der durch eifriges, entschlossenes, hingegebenes und beflissenes Bemühen und richtigen Gebrauch des Geistes eine Versenkung des Herzens solcher Art erfährt, dass er die vielen Arten übersinnlicher Kraft ausübt:

18.7

sich vervielfältigen und wieder eins werden; Form annehmen und wieder auflösen; ungehindert durch eine Mauer, einen Erdwall oder einen Berg gehen wie durch leeren Raum; in die Erde eintauchen und wieder auftauchen, als wäre sie Wasser; über das Wasser gehen, als wäre es Land; mit gekreuzten Beinen durch die Luft fliegen wie ein Vogel; Sonne und Mond, so mächtig und gewaltig, mit der Hand berühren und streicheln; den Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt.

18.8

Das sind die übersinnlichen Kräfte, die mit Befleckungen und Bindungen verbunden sind und als unedel gelten.

18.9

Aber welches sind die übersinnlichen Kräfte, die frei von Befleckungen und Bindungen sind und als edel gelten?

18.10

Wenn da ein Mönch wünscht: ‚Möge ich meditieren, indem ich das, was nicht widerwärtig ist, im Widerwärtigen wahrnehme‘, dann tut er es.

18.11

Wenn er wünscht: ‚Möge ich meditieren, indem ich das Widerwärtige in dem wahrnehme, was nicht widerwärtig ist‘, dann tut er es.

18.12

Wenn er wünscht: ‚Möge ich meditieren, indem ich das, was nicht widerwärtig ist, sowohl im Widerwärtigen wahrnehme als auch in dem, was nicht widerwärtig ist‘, dann tut er es.

18.13

Wenn er wünscht: ‚Möge ich meditieren, indem ich das Widerwärtige sowohl in dem wahrnehme, was nicht widerwärtig ist, als auch im Widerwärtigen‘, dann tut er es.

18.14

Wenn er wünscht: ‚Möge ich meditieren, indem ich gleichmütig bleibe, achtsam und bewusst, und sowohl das Widerwärtige zurückweise als auch das, was nicht widerwärtig ist‘, dann tut er es.

18.15

Das sind die übersinnlichen Kräfte, die frei von Befleckungen und Bindungen sind und als edel gelten.

18.16

Das ist unübertrefflich, wenn es um die übersinnlichen Kräfte geht.

18.17

Der Buddha versteht es ausnahmslos. Darüber hinaus gibt es nichts zu verstehen, wodurch die unmittelbare Einsicht eines anderen Asketen oder Brahmanen in Bezug auf die übersinnlichen Kräfte über der des Buddha stehen könnte.

Translations (2)

Commentaries (1)

Linked texts (1)