Sangitisutta 2.2: 6. Sechser
Im Chor aufsagen 2.2
- Language
- German
6. Sechser
2.2.1
Da sind zu Sechsergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.
2.2.2
Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.
2.2.3
Welches sind die Lehren, die zu Sechsergruppen zusammengestellt sind?
2.2.4
Sechs innere Sinnesfelder:
2.2.5
Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist.
2.2.6
Sechs äußere Sinnesfelder:
2.2.7
Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen und Vorstellungen.
2.2.8
Sechs Klassen von Bewusstsein:
2.2.9
Augenbewusstsein, Ohrbewusstsein, Nasenbewusstsein, Zungenbewusstsein, Körperbewusstsein und Geistbewusstsein.
2.2.10
Sechs Klassen von Kontakt:
2.2.11
Kontakt mit dem Auge, dem Ohr, der Nase, der Zunge, dem Körper und dem Geist.
2.2.12
Sechs Klassen von Gefühl:
2.2.13
Gefühl entsprungen aus Kontakt mit dem Auge, dem Ohr, der Nase, der Zunge, dem Körper und dem Geist.
2.2.14
Sechs Klassen der Wahrnehmung:
2.2.15
Wahrnehmung von Bildern, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken, Berührungen und Vorstellungen.
2.2.16
Sechs Klassen von Absicht:
2.2.17
Absicht in Bezug auf Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen und Vorstellungen.
2.2.18
Sechs Klassen von Verlangen:
2.2.19
Verlangen nach Bildern, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken, Berührungen und Vorstellungen.
2.2.20
Sechs Arten von fehlender Achtung:
2.2.21
Da hat ein Mönch keine Achtung und keine Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.
2.2.22
Sechs Arten von Achtung:
2.2.23
Da hat ein Mönch Achtung und Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.
2.2.24
Sechs Arten, wie die Gedanken um Fröhlichkeit kreisen:
2.2.25
Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Fröhlichkeit darstellt.
2.2.26
Wenn man mit dem Ohr einen Ton hört …
2.2.27
Wenn man mit der Nase einen Geruch riecht …
2.2.28
Wenn man mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …
2.2.29
Wenn man mit dem Körper eine Berührung empfindet …
2.2.30
Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Fröhlichkeit darstellt.
2.2.31
Sechs Arten, wie die Gedanken um Traurigkeit kreisen:
2.2.32
Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Traurigkeit darstellt. …
2.2.33
Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Traurigkeit darstellt.
2.2.34
Sechs Arten, wie die Gedanken um Gleichmut kreisen:
2.2.35
Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Gleichmut darstellt. …
2.2.36
Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Gleichmut darstellt.
2.2.37
Sechs warmherzige Eigenschaften:
2.2.38
Da behandelt ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Körper, sowohl öffentlich als insgeheim.
2.2.39
Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
2.2.40
Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit der Sprache, sowohl öffentlich als insgeheim.
2.2.41
Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.
2.2.42
Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim.
2.2.43
Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.
2.2.44
Dann teilt da ein Mönch vorbehaltlos, was er an materiellem Besitz auf rechtmäßige Weise erhalten hat, selbst das Essen in seiner Almosenschale, und benutzt es gemeinsam mit seinen tugendhaften geistlichen Gefährten.
2.2.45
Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.
2.2.46
Dann lebt da ein Mönch gemäß den Tugendregeln, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Die Regeln sind unversehrt, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie sind befreiend, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, sind richtig aufgefasst und führen in die Versenkung.
2.2.47
Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.
2.2.48
Dann lebt da ein Mönch gemäß der Ansicht, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Diese Ansicht ist edel, macht mündig und macht den, der sie zur völligen Auflösung des Leidens anwendet, frei.
2.2.49
Auch diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
2.2.50
Sechs Wurzeln des Streits:
2.2.51
Da ist ein Mönch zornig und verbittert.
2.2.52
Ein solcher Mönch hat keine Achtung und keine Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, und er erfüllt die Schulung nicht.
2.2.53
Er stiftet Streit im Saṅgha; das ist zum Schaden und Unglück vieler Menschen, zum Unheil, Schaden und Leiden von Göttern und Menschen.
2.2.54
Wenn ihr eine solche Wurzel des Streits in euch oder anderen seht, dann versucht, dieses schlechte Ding aufzugeben.
2.2.55
Wenn ihr sie nicht seht, dann übt so, dass sie in Zukunft nicht entsteht.
2.2.56
So gebt ihr diese schlechte Wurzel des Streits auf, sodass sie in Zukunft nicht entsteht.
2.2.57
Dann ist da ein Mönch beleidigend und verächtlich …
2.2.58
Er ist eifersüchtig und geizig …
2.2.59
Er ist verschlagen und hinterhältig …
2.2.60
Er hat unlautere Wünsche und falsche Ansicht …
2.2.61
Er hängt an seinen Ansichten, hält sie fest und weigert sich, sie loszulassen.
2.2.64
Wenn ihr eine solche Wurzel des Streits in euch oder anderen seht, dann versucht, dieses schlechte Ding aufzugeben.
2.2.65
Wenn ihr sie nicht seht, dann übt so, dass sie in Zukunft nicht entsteht.
2.2.66
So gebt ihr diese schlechte Wurzel des Streits auf, sodass sie in Zukunft nicht entsteht.
2.2.67
Sechs Elemente:
2.2.68
die Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind, Raum und Bewusstsein.
2.2.69
Sechs Elemente des Entrinnens:
2.2.70
Da sagt ein Mönch:
2.2.71
‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.
2.2.72
Und doch hält Böswilligkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘
2.2.73
Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen.
2.2.74
Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt und richtig umgesetzt wurde,
2.2.75
und dass doch Böswilligkeit immer noch den Geist gefangen hält.
2.2.76
Denn durch die Erlösung des Herzens durch Liebe entrinnt man der Böswilligkeit.‘
2.2.77
Dann sagt da ein anderer Mönch:
2.2.78
‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.
2.2.79
Und doch hält der Gedanke an Grausamkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘
2.2.80
Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …
2.2.83
Denn durch die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entrinnt man Gedanken an Grausamkeit.‘
2.2.84
Dann sagt da ein anderer Mönch:
2.2.85
‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.
2.2.86
Und doch hält Widerwille meinen Geist immer noch gefangen.‘
2.2.87
Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …
2.2.90
Denn durch die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entrinnt man dem Widerwillen.‘
2.2.91
Dann sagt da ein anderer Mönch:
2.2.92
‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.
2.2.93
Und doch hält Begehren meinen Geist immer noch gefangen.‘
2.2.94
Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …
2.2.97
Denn durch die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entrinnt man dem Begehren.‘
2.2.98
Dann sagt da ein anderer Mönch:
2.2.99
‚Ich habe die merkmalslose Erlösung des Herzens entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.
2.2.100
Und doch folgt mein Bewusstsein immer noch Merkmalen nach.‘
2.2.101
Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …
2.2.104
Denn durch die merkmalslose Erlösung des Herzens entrinnt man allen Merkmalen.‘
2.2.105
Dann sagt da ein anderer Mönch:
2.2.106
‚Ich habe die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt. Und ich betrachte nichts mehr als „ich bin das“.
2.2.107
Und doch hält der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘
2.2.108
Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen.
2.2.109
Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt wurde und man nichts mehr als „ich bin das“ betrachtet,
2.2.110
und dass doch der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit immer noch den Geist gefangen hält.
2.2.111
Denn indem man die Einbildung „ich bin“ ausrottet, entrinnt man dem Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit.‘
2.2.112
Sechs unübertreffliche Dinge:
2.2.113
unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören, unübertrefflicher Gewinn, unübertreffliche Schulung, unübertrefflicher Dienst und unübertreffliche Besinnung.
2.2.114
Sechs Gegenstände zur Besinnung:
2.2.115
die Besinnung auf den Buddha, auf die Lehre, auf den Saṅgha, auf Tugend, auf Großzügigkeit und auf die Gottheiten.
2.2.116
Sechs gleichbleibende Reaktionen:
2.2.117
Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.
2.2.118
Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …
2.2.119
Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.
2.2.120
Sechs Wiedergeburtsklassen:
2.2.121
Jemand, der in eine dunkle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein dunkles Ergebnis.
2.2.122
Jemand, der in eine dunkle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein helles Ergebnis.
2.2.123
Jemand, der in eine dunkle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt das Erlöschen, das weder dunkel noch hell ist.
2.2.124
Jemand, der in eine helle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein helles Ergebnis.
2.2.125
Jemand, der in eine helle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein dunkles Ergebnis.
2.2.126
Jemand, der in eine helle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt das Erlöschen, das weder dunkel noch hell ist.
2.2.127
Sechs Wahrnehmungen, die zum Durchbruch verhelfen:
2.2.128
die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Leidens in der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst im Leiden, die Wahrnehmung des Aufgebens, die Wahrnehmung des Schwindens und die Wahrnehmung des Aufhörens.
2.2.129
Das sind die Lehren, die zu Sechsergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.
2.2.130
Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.
Translations (2)
- Reciting in Concert — English
- Zajedničko recitovanje — sr
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- Sumaṅgalavilāsinī — Buddhaghosa, Pāli
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