Pramāṇa · Search · About · API

Sangitisutta 3.3: 10. Zehner

Im Chor aufsagen 3.3

Language
German

10. Zehner

3.3.1

Da sind zu Zehnergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

3.3.2

Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

3.3.3

Welches sind die Lehren, die zu Zehnergruppen zusammengestellt sind?

3.3.4

Zehn Eigenschaften, die als Beschützer dienen:

3.3.5

Da ist ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat.

3.3.7

Das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.8

Dann ist da ein Mönch sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, übt sie ein, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich.

3.3.10

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.11

Dann hat da ein Mönch gute Freunde, Genossen und Gefährten.

3.3.13

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.14

Dann ist da ein Mönch leicht zu ermahnen, er hat Eigenschaften, durch die er leicht zu ermahnen ist. Er ist geduldig und nimmt die Anleitung respektvoll an.

3.3.16

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.17

Dann ist da ein Mönch geschickt und unermüdlich bei vielen verschiedenen Pflichten für seine geistlichen Gefährten. Er versteht, wie die Dinge anzupacken sind, um die Arbeit zu erledigen oder zu veranlassen.

3.3.19

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.20

Dann liebt da ein Mönch die Lehren, es ist eine Lust, sich mit ihm zu unterhalten, er ist voller Freude über die Lehre und Schulung.

3.3.22

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.23

Dann ist da ein Mönch mit jeder Art von Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung zufrieden.

3.3.25

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.26

Dann lebt da ein Mönch so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.

3.3.28

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.29

Dann ist da ein Mönch achtsam. Er besitzt äußerste Achtsamkeit und Wachheit, und an Dinge, die vor langer Zeit getan oder gesagt wurden, kann er sich erinnern und sie sich ins Gedächtnis rufen.

3.3.31

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.32

Dann ist da ein Mönch weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.

3.3.34

Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

3.3.35

Zehn allumfassende Dimensionen der Meditation:

3.3.36

Jemand nimmt die Meditation über allumfassende Erde wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

3.3.37

Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Wasser wahr …

3.3.38

die Meditation über allumfassendes Feuer …

3.3.39

die Meditation über allumfassenden Wind …

3.3.40

die Meditation über allumfassendes Blau …

3.3.41

die Meditation über allumfassendes Gelb …

3.3.42

die Meditation über allumfassendes Rot …

3.3.43

die Meditation über allumfassendes Weiß …

3.3.44

die Meditation über allumfassenden Raum …

3.3.45

Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Bewusstsein wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

3.3.46

Zehn Arten, untaugliche Dinge zu tun:

3.3.47

lebende Geschöpfe töten, stehlen, sexuelle Verfehlungen begehen; unwahre, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebrauchen; Begehrlichkeit, Böswilligkeit und falsche Ansicht hegen.

3.3.48

Zehn Arten, taugliche Dinge zu tun:

3.3.49

Man unterlässt es, lebende Geschöpfe zu töten, zu stehlen und sexuelle Verfehlungen zu begehen; man unterlässt den Gebrauch unwahrer, entzweiender, harter oder unsinniger Rede; Zufriedenheit, Wohlwollen und rechte Ansicht.

3.3.50

Zehn Aufenthalte der Edlen:

3.3.51

Da hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben, besitzt sechs Faktoren, hat einen einzigen Wächter, hat vier Arten von Rückhalt, hat eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt, hat das Suchen vollständig hinter sich gelassen, hat reines Bestreben, hat den körperlichen Ablauf gestillt und ist im Herzen gut befreit und durch Weisheit gut befreit.

3.3.52

Und wie hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben?

3.3.53

Da hat ein Mönch sinnliches Begehren, Böswilligkeit, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel aufgegeben.

3.3.54

So hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben.

3.3.55

Und wie besitzt ein Mönch sechs Faktoren?

3.3.56

Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

3.3.57

Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …

3.3.58

Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

3.3.59

So besitzt ein Mönch sechs Faktoren.

3.3.60

Und wie hat ein Mönch einen einzigen Wächter?

3.3.61

Da wird das Herz eines Mönchs von Achtsamkeit bewacht.

3.3.62

So hat ein Mönch einen einzigen Wächter.

3.3.63

Und wie hat ein Mönch vier Arten von Rückhalt?

3.3.64

Da gebraucht ein Mönch nach Abschätzung manche Dinge, nach Abschätzung erträgt er manche Dinge, nach Abschätzung geht er manchen Dingen aus dem Weg und nach Abschätzung beseitigt er manche Dinge.

3.3.65

So hat ein Mönch vier Arten von Rückhalt.

3.3.66

Und wie hat ein Mönch eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt?

3.3.67

Verschiedene Asketen und Brahmanen deuten die Wahrheit unterschiedlich auf eigenwillige Weise. Ein Mönch hat all diese zerstreut, beseitigt, verworfen, ausgeräumt, freigemacht, aufgegeben und davon abgelassen.

3.3.68

So hat ein Mönch eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt.

3.3.69

Und wie hat ein Mönch das Suchen vollständig hinter sich gelassen?

3.3.70

Da sucht ein Mönch nicht mehr nach Sinnenfreuden, nach fortgesetztem Dasein oder nach einem geistlichen Pfad.

3.3.71

So hat ein Mönch das Suchen vollständig hinter sich gelassen.

3.3.72

Und wie hat ein Mönch reines Bestreben?

3.3.73

Da hat ein Mönch sinnliche, böswillige und grausame Bestrebungen aufgegeben.

3.3.74

So hat ein Mönch reines Bestreben.

3.3.75

Und wie hat ein Mönch den körperlichen Ablauf gestillt?

3.3.76

Da tritt ein Mönch, indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

3.3.77

So hat ein Mönch den körperlichen Ablauf gestillt.

3.3.78

Und wie ist ein Mönch im Herzen gut befreit?

3.3.79

Da ist der Geist eines Mönchs von Gier, Hass und Täuschung befreit.

3.3.80

So ist ein Mönch im Herzen gut befreit.

3.3.81

Und wie ist ein Mönch durch Weisheit gut befreit?

3.3.82

Da versteht ein Mönch: ‚Ich habe Gier, Hass und Täuschung aufgegeben, habe sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.‘

3.3.85

So ist ein Mönch durch Weisheit gut befreit.

3.3.86

Zehn Eigenschaften eines der Schulung Entwachsenen:

3.3.87

rechte Ansicht, rechtes Bestreben, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit, rechte Versenkung, rechte Erkenntnis und rechte Freiheit eines der Schulung Entwachsenen.

3.3.88

Geehrte, das sind die Lehren, die zu Zehnergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

3.3.89

Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen, ohne zu streiten, sodass dieser geistliche Pfad lange Zeit bestehen bleibt – zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.“

Translations (2)

Commentaries (1)

Linked texts (1)