Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t11.2
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t11.2
- Language
- German
c7.s1.t11.2
Über die Form des Himmels handeln zum Teil schon die Stellen, die bereits oben zitiert wurden, als von der Form des Weltalls die Rede war. Sie schildern den Himmel als eine sich über die Erde wölbende Halbkugel. Dasselbe besagt auch die hier nachzutragende Stelle Atharvav. X. 8. 9 (Bṛhadāraṇyaka-Up. II. 2. 3): „Die Schale mit der umgekehrten Mündung und mit dem Boden nach oben enthält Ruhm in jeder Form“ (tiryágbilaś (Bṛhadār.: arvāgbilaś) camasá ūrdhvábudhnas tásmin yáśo níhitaṃ víśvárūpam). Der Ausdruck, der das sichtbare Firmament oder das Gewölbe des Himmels bezeichnet, ist divó náka; das Wort nāka findet sich ferner an zahlreichen Stellen der vedischen Literatur in Verbindung mit rocaná (nākasya rocané = „im Lichtraum des Himmels“), pṛṣṭhá (nākasya pṛṣṭhé = „auf dem Rücken des Firmamentes“) und sānu (nākasya sánavi = „auf dem Gipfel des Firmamentes“). Es findet sich aber auch die Verbindung von dív mit pṛṣṭhá oder sānu in ähnlicher Bedeutung.
Cites (2)
- Bṛhadāraṇyakopaniṣad — Sanskrit
- Atharvavedasaṃhitā — Atharvan & Aṅgiras, Sanskrit