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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t10.22

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t10.22

Language
German

c7.s2.t10.22

In der Mitte von Ilāvṛta erhebt sich der Berg Meru. Seine ganze Höhe beträgt 100 000 Yojana, aber nur 84 000 Yojana ragen über die Erdoberfläche hervor, mit den übrigen 16 000 Yojana bleibt er unter derselben. Der Durchmesser an der Basis beträgt 16 000 Yojana, der Durchmesser an der Spitze aber das Doppelte, 32 000 Yojana, so dass er mit der Samenkapsel einer Lotusblume verglichen werden kann, wobei die vier Länder des Jambūdvīpa: Bhadrāśva (Osten), Bhārata (Süden), Ketumāla (Westen) und Uttarakuru (Norden) gewissermassen die Blütenblätter des Weltlotusses darstellen. Mahābhārata VI. 207 f. und Padmap. III. 3. 30 f. nennen hier Bhadrāśva (Osten), Ketumāla (Westen), Jambūdvīpa¹) (Süden) und Uttarakuru (Norden) und bezeichnen diese Länder als Inseln (dvīpa). Gemeint sind zweifellos die vier Teile Ilāvṛta’s im Osten, Westen, Süden und Norden des Meru, und Nīlakaṇṭha erklärt in seinem Kommentar zum Mahābhārata das Wort „dvīpa“ dahin, dass dadurch gesagt werden solle, dass die vier Länder durch Flüsse voneinander getrennt seien und deswegen gewissermassen Inseln bilden. Auch nach der Lehre der Jaina liegt Uttarakuru in der mittelsten Zone nördlich des Meru.

Cites (2)