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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t36.1

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t36.1

Language
German

c7.s2.t36.1

Wie die übrigen Himmelskörper bewegt sich die Sonne um den Meru von Osten nach Westen. Ihre Strahlen erleuchten die Erde vom Meru bis zum Mānasa-Gebirge. Wie schon früher gesagt¹), liegen auf diesem an den vier Kardinalpunkten die vier Städte Vasvaukasārā oder Amarāvatī (Bhāgavatap.: Devadhānī), Samyamanī, Sukhā oder Mukhyā (Bhāgavatap.: Nimlocanī) und Vibhāvarī in der Reihenfolge von Osten nach Süden. Steht nun die Sonne über Vasvaukasārā (Osten) oder bilden diese Stadt, Sonne und Meru eine Linie, so geht sie in Samyamanī (Süden) auf und in Vibhāvarī (Norden) unter; in Sukhā (Westen) ist alsdann Mitternacht. Steht die Sonne über der südlichen Stadt, Samyamanī, so geht sie in Vasvaukasārā unter, in Sukhā geht sie auf, und in Vibhāvarī ist jetzt Mitternacht. In der Zeit von einem Nychthemeron (30 Muhūrta) legt die Sonne einmal den ganzen Weg um den Meru zurück, das ist in einem Muhūrta, am dem Mānasa-Gebirge gemessen, den dreissigsten Teil von 94 500 000 Yojana, gleich 3 150 000 Yojana. Es wechseln also in einem fort die Felder von Licht und Dunkel. Vom Morgen bis zum Mittag nehmen die Strahlen zu, vom Mittag bis zum Untergang nehmen sie wieder ab. Für alle Menschen liegt der Meru im Norden, das Mānasa-Gebirge im Süden.

Cites (1)