Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t1.21
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c8.s2.t1.21
- Language
- German
c8.s2.t1.21
Über die Grösserverhältnisse des Meru berichtet die Stelle Aṅguttara-Nikāya 4 S. 100, die den Bericht über den Weltuntergang einleitet. Darnach hat der Berg eine Höhe von 84 000 Yojana — ebenso bei den Brāhmaṇen —, eine Breite und Länge von 84 000 Yojana, und steht 84 000 Yojana tief im grossen Ozean (Sineru pabbatarājā caturāsītiyojanasahassāni āyāmena caturāsītiyojanasahassāni vithārena caturāsītiyojanasahassāni mahāsamudde ajjhogāḷho caturāsītiyojanasahassāni mahāsamuddā accuggato). Die Anschauung, dass der Meru im Ozean steht, könnte auf das jüngere Weltbild des Buddhismus hinweisen, wo man sich denselben von sieben Ringmeeren und sieben Ringgebirgen umgeben denkt; jedoch wird von diesen kein Wort gesagt, trotzdem man gerade hier eine nähere Schilderung derselben unbedingt erwarten müsste. Anderseits können hier die oben zitierten Stellen des Dīgha- und Saṃyutta-Nikāya herangezogen werden, nach der die Erde auf dem Wasser ruht, dieses auf der Luft ruht, resp. keine Stütze hat. Dīgha-Nikāya 3 S. 199 wird der Meru noch sudassana (lieblich) genannt.
Linked texts (2)
- Dīghanikāya — Pāli
- Aṅguttaranikāya — Pāli