Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s3.t2.1
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s3.t2.1
- Language
- German
c9.s3.t2.1
Die Städte der Bhavanavāsin sind mit Mauern und Gräben umgeben und haben stets die Zeit Suṣamā. Es gibt grosse, mittlere und kleine Städte. Die grossen Städte haben einen Durchmesser von unzählbar vielen Yojana, die mittleren von zählbar vielen Yojana, die kleinen sind so gross wie der Jambūdvīpa ²). Die Residenzen der Indra der Asurakumāra werden im Lokaprakāśa ³) in folgender Weise geschildert. Der Indra Camara wohnt im Süden, Bali im Norden des Meru. Unzählige Kontinente und Meere vom Jambūdvīpa entfernt liegt der Aruṇavaradvīpa, 42 000 Yojana von der äussersten Vedikā des Kontinentes entfernt liegt im Süden im Ozean Aruṇavaroda der „Ausflugsberg“ (utpātaparvata) des Camara mit Namen Tigiñchikūṭa, im Norden in entsprechender Lage der des Bali, Rucakendra genannt. Beide Berge sind je 1721 Yojana hoch, 430 Yojana tief, am Grunde 1022, in der Mitte 424 und an der Spitze 723 Yojana breit, sehen in ihrer äusseren Form also einer Trommel ähnlich. Sie sind ganz aus Edelstein und mit Terrassen und Gebüsch verziert. Auf ihrer Scheitelhöhe erhebt sich in der Mitte ein Palast, 250 Yojana hoch und halb so breit. In der Mitte jedes Palastes steht ein grosser Sockel aus Edelstein, 8 Yojana breit und lang mit dem Thron des betreffenden Indra und seiner Umgebung. Wenn die Indra der Asurakumāra in die Menschenwelt gehen wollen, zu Festen wie die Geburt eines Jina oder dgl., gehen sie von ihrer Residenz aus auf diese Berge und von hier aus gelangen sie unverzüglich zu dem gewünschten Orte.
Cites (3)
- Tiloyasāra — Nemicandra Siddhāntacakravartin, Śaurasenī Prakrit
- Saṃgahaṇīrayaṇa — Śrīcandrasūri, Māhārāṣṭrī Prakrit
- Lokaprakāśa — Kṣemendra, Sanskrit