Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s3.t2.4
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c9.s3.t2.4
- Language
- German
c9.s3.t2.4
Von dem Berge Tigiñchikūṭa liegt 6 553 550 000 Yojana in der Ebene entfernt, über die Mitte des Aruṇavaroda hinaus, 40 000 Yojana tief in der Hölle Ratnaprabhā die Residenz des Camara, mit Namen Camaracañcā, so gross wie der Jambūdvīpa. Die Residenz des Bali hat die entsprechende Lage im Norden des Rucakendra und heisst Balicañcā, in Grösse und Einrichtung genau Camaracañcā entsprechend. Die Umfassungsmauern dieser Residenzen sind 150 Yojana hoch, am Boden 50 und an der Spitze 12 1/2 Yojana breit und mit Zinnen versehen, die 1/2 Yojana lang, etwas weniger als 1/2 Yojana hoch und 1/4 Yojana breit sind und aus Edelstein bestehen. Nach jeder Himmelsrichtung haben sie je 500 Tore, die 250 Yojana hoch und 125 Yojana breit sind. Innerhalb der Umfassungsmauer steht in der Mitte ein sockelartiger Aufbau, 16 000 Yojana im Durchmesser und mit Lotusterrassen und Gebüsch umgeben. In der Mitte erhebt sich auf diesem Unterbau ein Palast, 250 Yojana hoch und 125 Yojana breit. Um diesen Zentralpalast liegen nach den vier Hauptgegenden der Windrose vier Paläste: deren Dimensionen aber nur halb so gross sind. Jeder dieser vier Seitenpaläste wird in gleicher Weise wieder von vier Palästen umgeben, die wiederum die halben Dimensionen des eingeschlossenen Palastes haben und so geht es weiter, bis die Höhe bis auf 155/8 und der Durchmesser auf 713/16 Yojana abgenommen hat. Die Gesamtsumme dieser Paläste beträgt (1+4+16+64+256 =) 341. Alle sind aus Edelstein, mit Fahnen geschmückt, lieblich anzusehen, mit herrlichem Duft erfüllt und angenehm für das Gefühl.