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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c3: Erster Teil. Die Recensionen

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c3

Language
German

Contents

Erster Teil. Die Recensionen

§ 1

c3.s1.1

Soviel bis jetzt bekannt, ist der Text des Râmâyaṇa in drei Recensionen überliefert ¹).

c3.s1.2

1) Gildemeister sagt über die Recensionen in seinem Catalog der Bonner orient. Handschriften (Programmschrift zum 3. August, Bonn 1874): Codex hic nunc Bonnensis, cui Malcolmiani nomen debetur, praebet recensionem diversam a duabus hucusque editis, quam septentrionalem s commentatorum et Bengalicam vocare solent. Illam sistunt editio Bombayana anni 1859 (a quo omnino non differt Calcuttensis eiusdem anni, ut e. gr. comparatio locorum a Muirio Sanskrit Texts IV ed. pr. inde excerptorum docet) et Telingana Madrasii a. 1864 4 emissa, tum codices a Schlegelio signis ABC (cum Tirthae commentario) et DE (cum Râmae commentario Tilaka dicto; codicis F, cum ex E descriptus sit, ratio habenda non est) instructi, inter quos Schlegelius p. XXIII exiguam varietatem intercedere recte perhibuit, codex Bodleyanus ab Aufrechtio descriptus, qui quantum ex exemplis in Catal. Bodl. p. 8 datis elucet prorsus cum cod. D et edit. Bomb. concordat (nam quae ab edit. Schl. differunt, a Schlegelio aut e codicibus Tirthae aut aliunde recepta sunt) et codices Telingani duo MN. Hanc a Gorresio editam continent codices a Schlegelio JK (a Gorresio G) T (is quidem magna ex parte) nuncupati et W a Gorresio collatus, qui et ipsi, cum eorum varietas etsi paullo maior, quam quae inter septentrionales est, admodum tamen modica sit, in summa re conveniunt. Ita ut in errore versentur qui putant, quot codices Râmâyaṇae sint, tot esse varias verborum formas.

c3.s1.3

Tertiam recensionem cum nomine opus sit et in verbis non faciles esse opporteat, occidentalem vocare liceat; in occidentali enim India eam fuisse propagatam indicant, si qua in libris manu scriptis supersunt, vestigia nec quae in edit. Çrîrâmapurana I 212 de recensione occidentali traduntur, ab ea aliena sunt. Hanc praeter codicem Malcolmianum praebent tres Berolinenses a Webero A (437) B (438) C (439) designati, qui ut ipse olim comparatione instituta didici inter se et Râmâyaṇa.

c3.s1.4

1. Die verbreitetste Recension, die mehrfach in Indien gedruckt worden ist (unter anderm zweimal in Bombay, 1859 und 1888), ist diejenige, welche Schlegel die nördliche Recension oder die der Commentatoren genannt hat. Da sie aber auch die in Südindien übliche ist, und ihr erster Commentator Kataka dem Süden Indiens angehört ¹), so ist die Bezeichnung nördliche Recension nicht zutreffend; ebenso ist der zweite Name (Commentatoren-Recension) irreleitend, weil auch die Bengalische Recension Erklärer gefunden hat. Wir bezeichnen diese Recension mit C (wobei man an den Namen Commentatoren-Recension denken mag)

c3.s1.5

cum cod. Malc. ita conveniunt, ut recensionem certo consilio factam agnoscere non dubitemus. Ad eandem pertinent eiusque vestigia ostendunt editio Çrirâmapurana, codicis Todiani liber primus et cod. Parisinus G (Gorresio M), paulum mutati ille magis e recensione septentrionale, hic e Bengalica. Ceterum in iudicandis libris manu scriptis respiciendum est, in eis interdum varia archetypa esse copulata; ita posterior libri primi pars in cod. A Berol. sumpta est ex exemplari Bengalico.

c3.s1.6

Hanc recensionem in universum iudicandum est in narrationis ordine magis ad Bengalicam accedere, in singulis, ubi ab hac differt, tum cum septentrionali convenire, tum suam sibi viam inire.

c3.s1.7

1) Burnell (A classified Index to the Sanscrit MSS in the Palace at Tanjore, 1879, 1888); p. 179 sagt über Kataka: „. . . it is impossible to be certain about his native country, but the invocation of Kâlahastîça points to the S. Telugu country“. In einer Stelle, die Râmavarman zu II 70, 29 aushebt, erklärt Kataka eine besondere Art Wagen (maṇḍalacakra) durch Berufung auf das in Conjeveram übliche Fuhrwerk: Kâncyâdau ca tathe 'dânîm prasiddham. Kataka gehörte also offenbar dem Süden an. Wenn der Commentator Râmânuja mit dem bekannten Sektenstifter identisch sein sollte, so wäre dies ein weiterer Beweis für die Verbreitung unserer Recension in Südindien, und zugleich ein interessanter chronologischer Anhaltspunkt. Râmavarman erwähnt ihn im Tilaka zu V 28, 19 (Râmânujasampradâyapustakeshu).

c3.s1.8

Der Verfasser des Tilaka, Râmavarman, scheint dem Mahrattenlande oder dem nördlichen Indien anzugehören, da er V 1, 168 zur Erklärung von vitâna das im Marâthî und Hindustânî gebräuchliche Wort câmdvâ herbeizieht. Darauf weist auch, dass er I 59, 19 die mushṭika durch ḍombâ erklärt. Dies Wort entspricht dem Hindî ḍom u. Marâthî ḍomb, Name einer niedrigen Kaste, die mit Leichen zu thun hat. In Brown's Telugu Wörterbuch findet sich das Wort nicht.

c3.s1.9

und citiren nach der zweiten Bombayer Ausgabe (Bombay, Nirṇaya Sâgara Press 1888) ¹).

c3.s1.10

¹ Die zweite Bombayer Ausgabe ist als ein revidirter Abdruck der ersten Bombayer vom Jahre 1864 anzusehn. Die ältere Calcuttaer Ausgabe, nach der Muir citirt, ist mir nicht zugänglich. Dagegen kenne ich Buch I—IV einer jüngeren von Pratap Chandra Roy gratis verteilten, Calcutta 1881, die, soweit ich verglichen habe, mit der Bombayer Ausgabe übereinstimmt. Die älteste mir bekannte Telugu-Ausgabe ist die von Madras 1856, welche die Commentare des Maheçvara Tîrtha und Govindarâja enthält. Sie ist von zwei Paṇḍits: Ananta Nârâyaṇa Çâstrin und Râmasvâmin Çâstrin veranstaltet (nânâdeçânîtaçrimadrâmâyaṇamûlavyâkhyânakoçasthapâṭhabhedayuktâyuktavicârapûrvakam samyak saṃçodhya.) Mit dem Texte dieser Ausgabe stimmt meistens die in Bengalor 1863 in Kanaresischer Schrift gedruckte Textausgabe der ersten 6 Bücher überein, und von letzterer scheint wiederum, so weit ich sie collationirt habe, die von Gildemeister genannte Ausgabe, Madras 1864, sowie die in Grantha Schrift gedruckte Ausgabe, Madras 1869, abgedruckt zu sein. Ich bezeichne diese Ausgaben, wenn ich danach citire oder Lesarten anführe, mit T 1, K, T 2, G.

c3.s1.11

2. Die Bengalische Recension, die uns in Gorresio's Ausgabe vorliegt. Wir bezeichnen sie mit B.

c3.s1.12

3. Die von Gildemeister festgestellte und als „westindische“ bezeichnete Recension, worüber das Nähere in obiger Note in Gildemeisters Worten angegeben ist. Wir bezeichnen sie mit A. Ich kenne sie aus der Bonner Handschrift (codex Malcolmianus), auf die sich die meisten meiner Bemerkungen beziehen, und aus zwei Kashmîrischen Handschriften, die unsere Universitäts-Bibliothek durch die gütige Vermittlung des Herrn Prof. Stein in Lahore erworben hat. Von diesen enthält die eine die beiden ersten, und einen Teil des dritten Buches, die zweite das Uttarakâṇḍa. Das erste kashm. Ms. scheint mit dem Berliner Ms. A übereinzustimmen.

c3.s1.13

Die Abweichungen der drei Recensionen untereinander lassen sich in drei Klassen einteilen, nämlich:

c3.s1.14

1. Jede der drei Recensionen weicht oft in den allen gemeinschaftlichen Versen hinsichtlich der Lesart von den beiden andern oder einer derselben ab.

c3.s1.15

2. Jede hat eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Versen, auch wohl längeren Stellen, und selbst ganze Gesänge, die sich nur in ihr finden, oder die sie nur mit einer der beiden andern Recensionen gemein hat.

c3.s1.16

3. Die Reihenfolge der Verse ist nicht selten in je zwei, oder auch in allen drei Recensionen verschieden.

c3.s1.17

Am leichtesten lässt sich das Verhältnis der Recensionen hinsichtlich der beiden letzten Punkte vor Augen führen. Das Verhältnis von B zu C stellt die am Ende dieses Werkes mitgeteilte Synopsis der Bombayer und Gorresio'schen Ausgaben dar. Sie zeigt direkt, welche Verse von C sich auch in B finden, und indirekt, welche Verse von C sich nicht in B finden, sowie welche Verse von B sich nicht in C finden. Sie zeigt aber auch noch, dass in manchen Fällen die Reihenfolge der Verse in B verwirrt erscheint, wenn man von der in C als Norm ausgeht, bez. dass die Reihenfolge von C verwirrt ist, wenn man die von B zugrunde legt. Um die Abweichungen der beiden Recensionen in Zahlen darzulegen, habe ich die in den ersten 30 Gesängen des 4. Buches (B III 79. IV 1—30) C und B gemeinschaftlichen Verse gezählt; es sind 749. Die Zahl der Verse in dem betreffenden Stück sind in C 1303, in B 1128. Aus diesen Zahlen ergeben sich für die gemeinschaftlichen und die jeder Recension allein eigentümlichen Verse in Procenten in C: 57% und 43%, in B: 66% und 34%. Wenn auch diese Zahlen nicht überall dieselben sein mögen, so sieht man doch, dass ungefähr ein Drittel der Verse in jeder Recension ohne Entsprechung in der andern ist. Berücksichtigen wir zunächst nur diese Verhältnisse, so werden sie uns einen deutlichen Fingerzeig geben, wie wir uns die Entstehung der Recensionen zu denken haben. Bestände deren Verschiedenheit nur in einem Plus und Minus von überschüssigen und fehlenden Versen, so könnten wir zur Not annehmen, dass ein Überarbeiter von C diese in B zugedichtet, bez. jene gestrichen habe ¹). Die Veränderung der Reihenfolge der Verse legt aber eine andere Annahme nahe, nämlich, dass B wie C in letzter Linie von einander unabhängige schriftliche Aufzeichnungen eines hauptsächlich mündlich überlieferten Textes sind. Denn im Gedächtnis bewahrte Strophen verändern leicht ihre Reihenfolge, und bei solchen ist es auch nicht auffällig, dass ein späterer Halbvers sich früher einstelle und zwischen andere eindränge. Und ähnlich ist es mit längeren Stellen. Diese Ansicht nun, die auch schon Weber (Über das Râmâyaṇa p. 75 f.) ausgesprochen hat, bedarf aber noch genauerer Bestimmung. Denn wie wir sehen werden, liegen die Verhältnisse nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Um dem wirklichen Vorgang auf die Spur zu kommen, müssen wir die Abweichungen der 1. Art, die in der Lesart gemeinsamer Verse bestehenden, ins Auge fassen. Die allgemeine Ansicht geht dahin, dass C den ursprünglicheren Text biete. Hall bezeichnet sogar die Bengalische Recension als „a modern depravation“ und als „spurious“ (in seiner Ausgabe von Wilson’s Übersetzung des Viṣṇupurâṇa 2, 190 und 3, 317)¹). Unlängst hat noch Böhtlingk ZDMG 43 p. 59 f. sein Urteil folgendermassen formulirt: „Da .... die epischen Eigenthümlichkeiten keine Archaismen, sondern Neubildungen sind und demnach nicht als gesuchte Nachahmungen einer älteren Sprache aufgefasst werden dürfen, so darf man wohl annehmen, dass diejenige Recension, welche deren weniger aufzuweisen hat, in unserem Falle die bengalische, kein höheres Alter beanspruchen dürfe. Wie diese bengalische Recension bestrebt ist seltenes und im ersten Augenblicke befremdendes zu entfernen, mag an zwei Beispielen, die ich im 41. Bande dieser Zeitschrift S. 188 fg. besprochen habe, gezeigt werden. 4, 56, 21 der Bomb. Ausg. lesen wir: iccheyam giridurgâc ca bhavadbhir avatâritum und 4, 58, 33 samudram netum icchâmi bhavadbhir Varuṇâlayam. An dem passivisch aufzufassenden Infinitiv nahmen die Veranstalter der bengalischen Recension Anstoss und änderten in Folge dessen 4, 56, 29 iccheyam asmâd giryagrâd bhavadbhir avatâraṇam, und 4, 58, 37 bhavadbhir nîtam icchâmi âtmânam Varuṇâlayam.“

c3.s1.18

¹ Das umgekehrte Verhältnis scheint von vorneherein ausgeschlossen, wenn man beachtet, wie gewissenhaft Kataka bei der Annahme von *prakshipta* Versen verfährt. Jedenfalls war ihm ein Text von der Art, wie ihn B hat, unbekannt oder schien ihm wenigstens nicht beachtenswert.

c3.s1.19

¹ Schlegel spricht sich folgendermassen aus (Praefatio LI): Video grammaticos scholae Bengalicae interdum scabritiem quandam sermonis tollere voluisse, vocabula obsoleta, structuram minus apte cohaerentem denique licentias epicas, exempli gratia omissum augmentum in praeterito imperfecto, vel formam य pro त्वा in absolutivis verborum simplicium: quarum licentiarum usus legitimus ex Manûs codice probatur. Perspicuitati quoque prospexerunt, quod adeo verum est, ut haud raro in locis difficilioribus lectiones Bengalicae scholiorum vice ad interpretandum valde utiliter adhiberi possint. Fateor tamen saepe me non assequi, quid mutando lucrari sibi visi sint; et nihil aliud subesse arbitror, praeter novandi libidinem, et importunam grammaticorum semipoetarum sedulitatem.

c3.s1.20

Man erkennt also noch durch die Veränderungen von B hindurch die ursprüngliche Lesart, die C bewahrt hat. Ähnliches lässt sich öfters beobachten, wie wir denn dergleichen Fälle im Verlaufe der Abhandlung noch mehrfach antreffen werden. Nur ein besonders lehrreicher Fall sei hier ausführlicher besprochen.

c3.s1.21

Als die Sagariden die Erde durchgruben, stiessen sie auf die Weltelephanten, die in C I 40 diçâgaja genannt werden. Das Wort diçâ ist nun zwar in das Sanskrit aufgenommen, aber es ist immerhin selten; dagegen ist es in der Form disâ ein gewöhnliches Wort im Prâkṛit, resp. Pâli. Darum erregte es Anstoss und wurde in B und A an unserer Stelle entfernt. Wie dies geschah, ersieht man aus der folgenden Nebeneinanderstellung der betreffenden Stellen. (Mit K. bezeichne ich das Kashmir. Ms., das im ersten Buche die Recension B enthält.)

c3.s1.22

1) C 40, 13, diçâgajam Virûpaksham dhârayantam mahîtalam. B 42, 12, diçogajam ,, ,, mahîm imâm. A 33, 42, âçâgajam ,, ,, ,, ,, K 42, ,, ,, ,, ,, imâm mahîm.

c3.s1.23

2) C 40, 16 a, te tam ¹) pradakshiṇam kṛitvâ diçâpâlam mahâgajam B 42, 15 a, tam te ,, ,, diçogajam arindama (ebenso K.) A 33, 44 b, te tam ,, ,, dikpâlam kunjaropamam C 40, 16 b, mânayanto hi te Râma jagmur bhittvâ rasâtalam B 42, 15 b, manyamânâ diçâm pâlam dakshiṇâm bibhidur diçam (ebenso K.) A 33, 45 a, ,, diço raksham jagmur bhittvâ vasundharâm.

c3.s1.24

¹ Telugu u. kanar. Ausgaben: tam te.

c3.s1.25

3) C 40, 20, diçâgajam Saumanasam dadṛiçus te mahâbalâh B 42, 19, âçâgajam ,, ,, te mahâbalam (ebs. K.) A 33, 49, ,, Sumanasam mahântam acalopamam

c3.s1.26

4) C 41, 7, pûjyamânam mahâtejâ diçâgajam apaçyata ¹) B 43, 7 so ‘vaikshata Virûpâksham âçâgajam avasthitam (ebs. K.) A 34, 7, stûyamâno mahâtejâ diggajam sa dadarça ha

c3.s1.27

¹ Tel. 1. Kan. adṛiçyata.

c3.s1.28

5) C 41, 9, diçâgajas tu tac chrutvâ pratyuvâca mahâmatih ²) B 43, 9, âçâgajo ‘pi ,, ,, pricchato ‘mçumato vacah (ebenso K.) A 34, 9, digvâraṇas tu ,, ,, saumyam Amçumato vacah

c3.s1.29

² Tel. 1, 2. Kan. pratyâhâ ‘mçumato vacah.

c3.s1.30

6) C 41, 10, tasya tad vacanam çrutvâ sarvân eva diçâgajân B 43, 10, iti tasya vacah ,, ,, ,, hi diggajân (ebs. K.) A 34, 10, tasya tad vacanam ,, ,, ,, ,, ,,

c3.s1.31

Man sieht aus diesen Stellen, wie A und B dasselbe Streben haben, das anstössige Wort diçâ zu entfernen, wie sie dies aber nicht in übereinstimmender Weise gethan, sondern teils dasselbe, teils ein anderes Synonymum gewählt haben. Die Vergleichung ergiebt ferner, dass A nicht aus B geflossen ist, weil A meistens mit C besser übereinstimmt als mit B; noch auch B aus A, da wenigstens einmal (in der 3. Stelle) B mit C und nicht mit A übereinstimmt. Dieselben Beobachtungen lassen sich allenthalben in dem ganzen Werke machen. C hat in den meisten Fällen unzweifelhaft die ursprünglichere Lesart bewahrt. Jedoch ersieht man aus der zweiten der oben aufgeführten Stellen, dass A und B eine andere Lesart zugrunde lag als C. Im zweiten Halbverse stand offenbar diçâpâlam, was B in diçâm pâlam, A in diço raksham änderte. C setzte dafür hi te Râma wahrscheinlich, um die Wiederholung desselben Wortes in zwei aufeinander folgenden Halbversen, im selben Satze, zu vermeiden.

c3.s1.32

Die eben dargelegten Thatsachen beweisen, dass C in gewissen Fällen den älteren Text hat, und dass die übrigen Recensionen ihn dort mit einer deutlich erkennbaren Absicht verändert haben. Das spräche nun für die oben zurückgewiesene Annahme, dass die Urheber der übrigen Recensionen den Text von C überarbeitet hätten. Dagegen muss nun geltend gemacht werden, dass solche Stellen nur die verschwindende Minderheit der Veränderungen ausmachen, dass bei der Mehrzahl derselben kein Grund ersichtlich ist, weshalb sie eingeführt sein sollten. Schlegel selbst ist genötigt, dies einzugestehen, und er findet nichts anderes als die „novandi libido et importuna grammaticorum semipoetarum sedulitas“. Das ist zwar sehr schön ausgedrückt, aber es erweist sich bei näherem Zusehen nicht als stichhaltig. Denn die Annahme einer derartigen Laune oder Schrulle würde vielleicht genügen, die Veränderungen in einem Gedichte von mässigem Umfange begreiflich zu machen, nicht aber bei einem Epos von der grossen Ausdehnung des Râmâyaṇa. Wir dürften nämlich dabei mit Sicherheit erwarten, dass dieses planlose Streben zu ändern alsbald ermattete, dass also, wenn die Divergenz von dem ursprünglichen Texte im Anfange auch noch so gross wäre, sie gegen Mitte und Ende des Werkes immer mehr abnähme. Statt dessen finden wir im Anfang, in der Mitte und gegen das Ende, überall in gleicher Weise, Veränderungen bald von grösserer, bald von geringerer Bedeutung, und Zusätze sowie Streichungen bald von grösserem, bald von geringerem Umfange. Das sind Thatsachen, die sich mit der Annahme eines von der Willkür getriebenen Überarbeiters nicht wohl vereinigen lassen. Und wir müssten nicht blos einen solchen unbegreiflichen Überarbeiter annehmen, sondern wenigstens zwei, einen für B und einen andern für A. Aber alle diese Schwierigkeiten fallen fort, wenn wir annehmen, dass zur Zeit, als die Recensionen festgestellt wurden, die jetzt noch nicht ganz ausgestorbene Institution der Rhapsoden oder gewerbsmässigen Recitatoren des Râmâyaṇa noch in voller Blüte stand, und der von ihnen mündlich überlieferte Text wenigstens eine ebenso grosse Autorität besass, wie etwa vorhandene Handschriften oder Handexemplare dieser Leute. Wir wissen zwar auch nicht einmal annähernd, in welche Zeit die Redaction fiel, doch dürfen wir mit Bestimmtheit voraussetzen, dass sie in die Periode fiel, in welcher der allgemeinste Gebrauch von der Schrift gemacht wurde; es wäre daher wunderbar gewesen, wenn sie nicht auch auf das Epos angewandt worden wäre. Aber das konnte nicht hindern, dass die Rhapsoden (*kāvyopajīvinas*) als die rechtmässigen Überlieferer und eigentliche Quelle des Rāmāyaṇa galten.

c3.s1.33

Unter dieser Voraussetzung werden dann die oben besprochenen Tatsachen verständlich und erscheinen als notwendige Folgen des angenommenen Vorgangs. Denn nichts ist natürlicher, als dass die Reihenfolge auswendig gelernter Verse sich im Gedächtnisse verschiebe, namentlich wenn ihm viele tausende von Versen aufbürdet werden. Ferner ist natürlich, dass der Wortlaut mündlich überlieferter Verse teilweise bedeutende Veränderungen erleiden musste, da jeder Rhapsode mit Leichtigkeit dasjenige, so zusagen, aus eigenen Mitteln ergänzen konnte, was sein Gedächtnis nicht genau festgehalten hatte. Bedenken wir nun, dass die Rhapsoden sich nicht der gelehrten Bildung ihrer Zeit entziehen konnten, so begreifen wir leicht, dass in jenen Ländern, die Centren der klassischen Sanskritlitteratur waren, im Osten und Westen, wo der Gauḍa und der Vaidarbha Stil entstanden ¹), die Unregelmässigkeiten der epischen Sprache Anstoss erregen mussten, und deshalb in der bengalischen und westindischen Recension ziemlich getilgt worden sind. Man entgegne nicht, dass dieser Umstand die Beibehaltung der anstössigen Formen im Mahābhārata nicht verhindert habe. Denn das Rāmāyaṇa wurde als ein Kāvya betrachtet, und die Anforderungen, die man an ein solches stellte, konnten nicht ohne Einfluss auf die Gestaltung des Textes des Rāmāyaṇa bleiben. Für das Mahābhārata, das frühe schon als ein Rechtsbuch galt (cf. Bühler im Anzeiger der phil.-hist. Classe der kais. Ak. d. W. Wien 1892; Nr. XV), fielen dergleichen Rücksichten weg.

c3.s1.34

¹ Da wir jetzt, wo die Werke der bedeutenderen Poetiker veröffentlicht sind, ziemlich genau wissen, worin die Eigentümlichkeiten der verschiedenen Stilarten bestehen, so können wir zuversichtlich behaupten, dass die Verschiedenheit der Stilart kein Motiv für die Entstehung verschiedener Recensionen des Rāmāyaṇa abgegeben hat. Denn man wird vergeblich in der Bengalischen Recension die sehr charakteristischen Eigenschaften des Gauḍa-Stiles suchen.

c3.s1.35

Nachdem diese Recensionen einmal festgestellt waren und dann im wesentlichen schriftlich, durch gelehrte Tradition fortgepflanzt wurden, war ihr Schicksal durchaus dem aller ähnlichen Texte ähnlich. Die Erklärer strichen Verse und Stellen, die sie als *prakshipta* bezeichneten, wählten zwischen verschiedenen Lesarten, oder suchten durch Conjectur eine verdorbene Stelle zu verbessern. Aus dem Tilaka können wir uns ein Bild von diesen Vorgängen und einen Begriff von seines Verfassers, Râmavarman’s, kritischem Standpunkt ¹) machen. Dort werden oft Lesarten erwähnt, verworfen oder verteidigt, die als „alt“ *prâcîna* (z. B. V 1, 93. 102, 154) „überliefert“ *pânkta* (V 50, 18. 51, 21. VI 48, 3) oder *sâmpradâyika* (I 16, 29) „nach Ausweis vieler Handschriften“ *bahupustakasammata* (I 2, 18), bez. als „nicht überliefert“ *apânkta* (VI 66, 25) oder „Conjectur eines Neuern“ *âdhunikakalpitah pâthah* (V 1, 102. 42, 9) bezeichnet werden. Manche der nicht aufgenommenen oder ausdrücklich zurückgewiesenen Lesarten, sowie der als *prakshipta* bezeichneten Verse finden sich in den südindischen Ausgaben ²). Alle diese Abweichungen sind aber an Zahl gering und meist auch sonst unbedeutend gegenüber denen, welche die andern Recensionen bieten.

c3.s1.36

1) Maheçvaratirtha scheint kühner im Conjectiren gewesen zu sein. Râmavarman erwähnt öfters seine Conjecturen, ohne sie zu billigen, z. B. V 13, 42 Tirthas tu „cirarâtriyam mama“ iti pâtham prakalpya . . . 45 Tirthas tu „atra jivitasangamah“ iti pâtham kalpayâmâsa.

c3.s1.37

2) Schlegel praefatio p. XXXIV berichtet, dass II 101 (tam tu Râmah etc.) von einem Scholiasten als im Dakshinâtyapâtha fehlend bezeichnet werde. Tirtha und Râmavarman erwähnen nichts dergleichen; Govindarâja aber sagt, dass dieser Gesang irrtümlich an seiner jetzigen Stelle (als 101ter) stehe, er gehöre hinter den 103ten, als 104ter. Und an letzterer Stelle haben ihn thatsächlich die kanaresische, die 2. Telugu und die Grantha-Ausgabe. — Auch sei hier noch erwähnt, dass Mallinâtha zu Raghuv. XIII 73 einen Vers aus dem Râm. citirt, Bomb. VI 127, 41, aber mit abweichender Lesart *abhivâdya* tatah für *abhyavâdayat*. Letzteres findet sich auch in den südindischen Ausgaben. A stimmt mit der Bombayer Ausgabe beinahe überein, während B 111, 36 ein ganz abweichender Vers steht. Zu Ragh. II 75 citirt Mallinâtha Râm. I 37, 10--14. In 10a hat er *parvatam* mit T gegenüber *paramam* Bomb., in 13a ity etad mit Bomb. gegenüber von *agnes* tu T, in 13d *avakirya* ca für *avakiryata* T, *avâçiryata* Bomb. Derselbe Scholiast citirt zu Kirât. I 9: *nistandrir apramattaç* ca *svadoshe paradoshavat*. Die Bombayer und die südindischen Ausgaben haben hier II 1, 24 eine abweichende Lesart, nämlich *svadoshaparadoshavit*. In A und B fehlt dieser Vers gänzlich.

c3.s1.38

Ein glücklicher Zufall gewährt uns einen lehrreichen Einblick in das Verfahren derjenigen, welche die verschiedenen Recensionen veranstaltet haben, und ermöglicht uns, über die vor denselben liegende Geschichte des Textes einigermassen gesicherte Schlüsse zu ziehen. Eine längere Stelle von beiläufig 28 Strophen kehrt nämlich dreimal in C und A, zweimal in B wieder. Es sind dies die letzten Reden, die Hanumat mit Sîtâ vor seinem Abschied von ihr wechselt, als er ihr in der Gefangenschaft bei Râvaṇa die Botschaft Râma's überbringt. Und zwar steht diese Stelle in C und A zum ersten Male (I) vor der Erzählung der Abenteuer, die Hanumat bei dieser Gelegenheit zu bestehen hat; nach dieser Episode kehrt dieselbe Stelle noch einmal wieder (II), bez. steht hier in B zum ersten Male. Zum dritten Male (III), bez. in B zum zweiten Male, finden wir dieselbe Stelle in dem Bericht, den Hanumat dem Râma abstattet. Ich gebe den Text dieser Stelle mit allen Lesarten am Ende des ersten Teiles p. 17 ff. Wir ersehen aus dem dort mitgeteilten Material, dass für ein und dieselbe Recension der Text nicht endgültig fest stand, sondern bei jeder Wiederholung andere Lesarten sich einstellten. Die Veranstalter einer Recension haben sich also nicht die Mühe genommen, die frühere Stelle zu vergleichen, um so an der späteren einen identischen Text geben zu können; sondern sie haben nach dem jedesmal vorliegenden Material, so gut es eben ging, den Text der Stelle zurecht gemacht. Wenn nun in ein und derselben Recension bei der Wiederholung einer Stelle sich so zahlreiche, wenn auch nicht grade inhaltlich abweichende, Varianten einstellen konnten, so ersehen wir daraus, welchen unbeabsichtigten aber unvermeidlichen Schwankungen überhaupt der Text unterworfen war.

c3.s1.39

Wichtiger aber noch als die Abweichungen ein und derselben Recension an den verschiedenen Stellen, sind die Übereinstimmungen der verschiedenen Recensionen an ein und derselben Stelle. Es ist zweifellos, dass III eine wörtliche Wiederholung von I sein soll; dennoch fehlen in III die Verse 42—48 in allen Recensionen (dieselben stehen in B II, da B I fehlt), und die Schlussverse von I sind andere als in III, worin wiederum alle drei Recensionen untereinander übereinstimmen. Daraus geht mit Sicherheit hervor, dass ABC aus einer älteren Recension geflossen sind, die schon jene Verschiedenheiten in I und III hatte. Es lässt sich kein Grund dafür anführen, dass die Urrecension nicht schriftlich niedergelegt worden sei. Aber da sie in sehr früher Zeit hergestellt sein muss, in der die Überlieferung des Textes noch vorwiegend eine mündliche war, so konnte diese erste Râmâyaṇa-Ausgabe nicht verhindern, dass in dem Texte alle jene Veränderungen und Umstellungen eintraten, die bei mündlicher Überlieferung eines nicht canonischen Textes unvermeidlich und gar leicht erklärlich sind. Ob diese Urrecension sich aus den erhaltenen Recensionen in etwa werde wiederherstellen lassen, wird sich zeigen müssen, wenn alle Recensionen bekannt und in kritischen Ausgaben veröffentlicht worden sind.

c3.s1.40

Wir müssen nun weiter schliessen, dass vor der ersten Ausgabe des Râmâyaṇa dieses lange Zeit ausschliesslich mündlich überliefert worden sei. Es muss aber zu jener Zeit das Râmâyaṇa schon ein Corpus gebildet haben. Die Festsetzung desselben können wir die Diaskeuese nennen, die wir mit U bezeichnen wollen. Ihr sind die Inhaltsübersichten zuzuschreiben, die sich im ersten und im dritten Gesange des ersten Buches finden. Von diesen beiden Inhaltsangaben ist die an erster Stelle stehende offenbar die ältere, weil in ihr der Inhalt des ersten und des letzten Buches, die sich als spätere Zuthaten nachweisen lassen, noch nicht erwähnt wird, während dies doch an der zweiten Stelle geschieht. Aber die Untersuchung dieses Gegenstandes müssen wir einstweilen noch zurückstellen.

c3.s1.41

Wir hätten jetzt noch zu untersuchen, in wie weit das Bestehen der verschiedenen Recensionen durch Citate in frühen indischen Schriftstellern beglaubigt ist. Wenn wir von Citaten im Mahâbhârata absehen, die in anderem Zusammenhang behandelt werden sollen, so finden sich die frühesten wörtlichen Citate in Bhavabhûti’s Uttararâmacarita (siehe Weber l. c. p. 47). Der Vers:

c3.s1.42

mâ nishâda (der auch von Ânandavardhana, Dhvanyâloka p. 28 in derselben Gestalt citirt wird), kehrt in allen Recensionen in genau gleichem Wortlaut wieder, kommt also für unsere Frage nicht in Betracht. Die nächsten zwei von Bhavabhûti citirten Verse aus dem letzten Adhyâya des Bâlacarita (i. e. kâṇḍa) fehlen in B, finden sich aber in bedeutend abweichender Gestalt in C und A (Bonner Ms. u. Berlin. Mss. B u. C). Aber das Berlin. Ms. A und das Kashmir Ms., die hier genau übereinstimmen, haben bis auf 3 Varianten denselben Text wie Bhavabhûti.

c3.s1.43

Der folgende Vers:

c3.s1.44

tvadartham iva vinyastah çilâpâdo 'yam agrataḥ |
yasyâ' yam abhitaḥ pushpaiḥ pravṛishṭa iva kesaraḥ |

c3.s1.45

der in einem in C als prakschipta behandelten Sarga steht, findet sich in keiner Recension gleichlautend wieder. Am nächsten kommt das Bonner Ms.:

c3.s1.46

tvadartham iva vinyastah çilâpaṭṭo 'yam agrataḥ |
yasyâ 'yam agrataḥ pushpaiḥ prahṛishṭa iva kesaraḥ |

c3.s1.47

Die Lesarten der übrigen Mss. findet man bei Weber l. c. p. 48, mit dessen Ms. A das Kashmir Ms. wieder wörtlich übereinstimmt. Hieraus ergiebt sich also, dass die von Bhavabhûti citirte Recension der „westlichen“ am nächsten stand. Allerdings ist der Schluss nicht ganz sicher, weil die Prämisse nicht ganz einwandsfrei ist. Bhavabhûti könnte nämlich die rohen Edelsteine Vâlmîki's für seinen Zweck etwas zurechtgeschliffen haben, und da das Uttararâmacarita ein sehr beliebtes Stück war, über dem viele Generationen Thränen der Rührung vergossen haben, so wäre wohl möglich, dass die Verse in der ihnen von Bhavabhûti verliehenen Form die ursprünglichen dort verdrängt hätten, wo der durch die Kunstpoesie gebildete Geschmack auf den Text des Râmâyaṇa Einfluss gewann. Es lässt sich nämlich darthun, dass eine Anspielung Bhavabhûti's sich nur auf den Text von C, nicht aber von A, beziehen kann. Im vorletzten Verse des 5. Aktes werden nämlich die drei Schritte, die Râma im Kampfe mit Khara rückwärts gethan habe, erwähnt. Dem entspricht nur C: III 30, 23:

c3.s1.48

tam âpatantam saṃkruddham kṛitâstro rudhirâplutam |
apâsarpad dvitripadam kineit tvaritavikramaḥ ||

c3.s1.49

Bei Gorresio lautet der Vers etwas anders, und namentlich fehlt dort das für uns allein wichtige dvitripadam:

c3.s1.50

tam âpatantam vegena dîptâsyam rudhiraplutam |
apasritya tatah sthânâd drishtvâ tvaritavikramah |

c3.s1.51

In dem Bonner Ms. fehlt dieser Vers gänzlich. In den beiden Berliner Mss. nach Dr. Klatt's freundlicher Mittheilung lautet er:

c3.s1.52

A: tam evâ 'bhyadravat kruddham krittângam rudhiro kshitam |
apasarpat pratipadam kincie caiva parikramam ||
B: tam evâ 'bhidravat kruddham krittângam rudhiro kshitam |
apasarpat pratipadam kincit tvaritavikramah ||

c3.s1.53

Anandavardhana citirt im 2. Uddyota des Dhvanyâloka, p. 63, den Vers III 16, 13, dessen 2. Hälfte in Arjunavarmadeva's (Anfang 13. Jhd.) Commentar zu Amaru 79 gleichlautend wiederkehrt

c3.s1.54

ravisamkrântasaubhâgyas tushârâvritamandalah |
niçvâsândha ivâ "darçaç candramâ na prakâçate ||

c3.s1.55

In der ersten Hälfte haben sämtliche Recensionen tushârâruna; die zweite Hälfte findet sich so nur in C; in B lautet sie: saniçvâsa ivâ, in dem Kashmir Ms: niçvâsavân ivâ, in dem Bonner Ms: niçâyâmyandravaddarçya (sic). Anandavardhana hebt das Wort andha besonders hervor, das sich nur in C findet.

c3.s1.56

Vâmana in Kâvyâlankâravritti 4, 3, 14 führt folgenden Vers an ohne Nennung des Dichters:

c3.s1.57

gaganam gaganâkâram sâgarah sâgaropamah |
Râma-Râvanayor yuddham Râma-Râvanayor iva ||

c3.s1.58

Die zweite Hälfte findet sich gleichlautend in C: VI 107, 52. Die erste Hälfte lautet dort:

c3.s1.59

sâgaram câ'mbaraprakhyam ambaram sâgaropamam.

c3.s1.60

Das ist offenbar besser als die Lesart bei Vâmana, die als eine Veränderung erscheint, gemacht um noch weitere Beispiele für die poetische Figur ananvaya zu erhalten. Uebrigens findet sich diese erste Hälfte nicht in allen MSS. des Vâmana. Wenn wir nun in diesem Verse Vâmana's ein Citat aus dem Râmâyana erblicken dürfen, so müssen wir auch annehmen, dass er die Recension C bez. eine ihr nahestehende gekannt habe, weil A und B den obigen Vers nicht haben.

c3.s1.61

Die obigen Citate aus dem 8. und 9. Jhd. nach Christus lassen erkennen, dass damals eine Recension des Râmâyaṇa vorhanden war, die der jetzigen C nahestand, und wahrscheinlich auch eine andere, die der jetzigen A entsprach.

c3.s1.62

Die poetischen Bearbeitungen des Râmâyaṇa, von Kshemendra (Mitte des 11. Jhd.): Râmâyaṇa-Kathâsâra-Manjarî, und von Bhoja (etwa aus derselben Zeit): Râmâyaṇa-Campû, erlauben einen Schluss auf die zu Grunde liegenden Recensionen. Namentlich ersteres Werk ¹) schliesst sich genau dem Grundtext an, dem es Schritt für Schritt folgt. Sehen wir nun zu, wie es sich zu einem Zusatze in A und B verhält. In C wird am Ende des Bâlakâṇḍa in 5 Versen (77, 15 b—20 a) mitgeteilt, dass Daçaratha auf Yudhâjit’s Bitte Bharata und Çatrughna zu ihrem mütterlichen Grossvater sendet. In A und B wird dies zu einer weitläufigen Erzählung in zwei Gesängen ausgesponnen, namentlich um Daçaratha’s weise Lehren an seinen Sohn und die Erziehung des Prinzen bei seinem Grossvater vorzutragen. Dies spiegelt sich nun in Kshemendra’s Auszug wieder, wo die betreffenden Verse so lauten:

c3.s1.63

¹ Siehe Bühler’s Kashmir Report p. 47. Bühler hat dort auch schon auf die Wichtigkeit des Werkes für die Recensionsfrage hingewiesen. Ein Ms. von Kshemendra’s Werk verdanke ich der Freundlichkeit Prof. M. A. Stein’s.

c3.s1.64

tato mâtâmahapuram Bharatah pitur âjnayâ |
Çatrughnânugatah prâyân mâtulenâ ’bhiyâcitah ||
sa tatra guṇaratnânâm mahodadhir ivâ ’parah |
jagrâha sakalâ vidyâ gurubhyo vipulâcayah ||
sacchâstrâdhigamât tasya dharmasankrântidarçanam |
mano babhûva vicadam mârjitamsukṛitair iva ||
Bharate sânuje râjnah Kaikeyasya pure sthite |
utkaṇṭhâkulito bheje cintâm Daçaratho nṛipah ||

c3.s1.65

Aus der Erwähnung der Erziehung Bharata’s geht mit Sicherheit hervor, dass Kshemendra A, vielleicht B benutzt habe. Anderseits hat Bhoja wahrscheinlich C benutzt. Denn er macht nur eine kurze Bemerkung über Bharata’s Besuch in folgendem Verse (im Anfang des zweiten Kâṇḍa’s):

c3.s1.66

gacchatâ Daçarathena nirvṛitim bhûbhujâm asulabhâm bhujâbalât |
mâtulasya nagare Yudhâjitah sthâpitau Bharata-Lakṣmaṇânujan ||

c3.s1.67

Leider ist Kâlidâsa’s Wiedergabe des Râmâyaṇa im 12. Gesange des Raghuvamça zu kurz, um etwas über die ihm vorliegende Recension zu verraten. Aber nicht unerwähnt will ich lassen, dass er die Bestrafung der zudringlichen Krähe XII 22 u. 23 nach der Abreise Bharata’s vom Citrakûṭa erzählt, während in den uns erhaltenen Recensionen und in der Râmâyaṇa-Kathâsâra-Manjarî sie vor Bharata’s Ankunft bei Râma ihren Platz hat, in C allerdings als prakṣipta bezeichnet und daher auch von Bhoja nicht erwähnt. Dass die Geschichte von der Krähe ein sehr alter Zusatz ist, ersieht man daraus, dass Sîtâ den Râma durch Hanumat an sie erinnern lässt. Aber da sie nicht dem ursprünglichen Gedichte angehörte, so ist wohl möglich, dass über die Stelle, wo sie einzulegen sei, anfänglich keine Übereinstimmung bestand, und dass die von Kâlidâsa gebrauchte Recension sie noch an anderer Stelle besass, als ihr in der Folgezeit zugewiesen wurde.

c3.s1.68

Zum Schlusse verweise ich noch auf die oben p. 10 in der Anmerkung 2) bezeichneten Citate Mallinâtha’s, die alle auf C zurückgehen und bald mit der Bombayer, bald mit den südindischen Ausgaben übereinstimmen. Ich bemerke noch, dass die vorgebrachten Citate und sonstigen Beziehungen auf das Râmâyaṇa solche sind, deren ich mich aus der Lektüre erinnerte, oder die ohne besondere Mühe aufzufinden waren. Es werden wahrscheinlich noch manche Belege aus älteren Schriftstellern nach und nach ans Licht gezogen werden und vielleicht zu interessanten Aufstellungen Veranlassung geben; sie werden aber unser Resultat nicht umstossen, sondern nur bestätigen können, dass nämlich die verschiedenen Recensionen verhältnismässig frühe Zeit hinaufreichen.

c3.s1.69

Ich gebe hier den Text der Abschiedscene (Sîtâ und Hanumat) mit den Varianten, die sich in den verschiedenen Versionen und Recensionen finden. Voraus steht I der Text der Bombayer Ausgabe in V 39. Mit II bezeichne ich die 2. Version ebendaselbst V 56, 2 ffg., mit III die 3. Version in V 68, 3 ffg. Mit T werden die Varianten der südindischen Ausgaben bezeichnet. Darauf folgen die Varianten in der westindischen Recension nach der Bonner Handschrift bezeichnet mit A, wieder als I II III; zuletzt die der Bengalischen Recension (Gorresio'sche Ausgabe) bezeichnet mit B, II (V 53) und III (V 69)

c3.s1.70

tatas tam prasthitam Sîtâ vîkshamânâ punah punah | bhartṛsnehânvitam vâkyam sauhârdâd anumânayat || 19 ||

c3.s1.71

C I T d anumânya ca II c bhartuh snehânvitâ. d u. T Hanûmantam abhâshata. III fehlt. A I a bhartuh für vâkyam, d anvamânayat II a dṛshṭvâ für Sîtâ. c d bhartṛsnehâd idam bhartuh suhṛda(m) tam athâbravît. III fehlt. B II a tam abhiprasthitam, c d bhartṛsnehâd idam vâkyam sauhârdât tam athâbravît. III fehlt.

c3.s1.72

yadi vâ manyase vîra vasai 'kâham arindama || kasmimçcit samvṛte deçe viçrântah çvo gamishyasi || 20 ||

c3.s1.73

C II a yadi tvam . . . tâta, b ihânagha, c kvacit susamvṛte. In T etc. fehlt II 20—27. A I a tâvad für vîra. II a yadi tvam . . . . tâvad. c kvacit susamvṛte. III c yadi mâ. B II a yadiha . . . tâta. c kvacit tvam. III a yadi mâm.

c3.s1.74

mama caivâ 'lpabhâgyâyâh sânnidhyât tava vânara | asya çokasya mahato muhûrtam mokshaṇam bhavet || 21 ||

c3.s1.75

C I T a ced alpa°. II c çokasyâ 'syâ 'prameyasya. d syâd api kshayah. III a câpy alpa°, c d çokavipâkasya muhûrtam syâd vimokshaṇam. T a câpy alpa° vîryavan. c d wie C III. A Ib tava vîryavân, c d çokasyâ 'syâ vipârasya muhûrtam syâd api kshayah. II wie C II. III b vîryavat. c d wie C II.

c3.s1.76

B II und III c wie C II. III, b darçanena tavâ 'nagha, c syâd yadi kshayah.

c3.s1.77

tato hi hariçârdûla punarâgamanâya tu |
praṇânâm api sandeho mama syân nâ 'tra samçayah || 22 ||

c3.s1.78

C I T a gate hi. II a gate hi, b punah samprâptaye tvayi, c d prâṇeshv api na viçvâso mama vânarapungava. III a gate hi tvayi vi-krânta, b vai für tu. T wie C III nur vikrânte.

c3.s1.79

A I a gate hi, b punar âpattaye tvayi, d nâsti samçayah. II a gate hi, b muhûrtasamaye tvayi. c d wie C II nur iha für api. III a gate hi. b punah samprâptaye tvayi.

c3.s1.80

B II a gate hi. b muhûrtam gagane tvayi, c d viçvâso mama na syât plavangama. III a gate hi. b punarâgamanât tvayi.

c3.s1.81

tavâ 'darçanajah çoko bhûyo mâm paritâpayet |
duḥkhâd duḥkhaparâmṛiṣṭam dîpayann iva vânara || 23 ||

c3.s1.82

C II a adarçanam ca te vîra, b dârayiṣyati, c d duḥkhataram prâptâm durmanaḥçokakarçitâm III a b °jam câpi bhayam, c parâbhûtâm, d durgatâm duḥkhabhâginîm. T cd wie C III.

c3.s1.83

A I a tava câ 'darçanam vîra, c d duḥkhaduḥkhataram bhûtvâ durmanaskâm abhâginîm. II a adarçanam hi te 'tiva, b tâpayiṣyati, c d duḥkhataram prâpya durmanaskâm hy abhâginîm. III a tavâ 'darçanam apy etad, b tâpayiṣyati, c d °taram bhûtvâ duḥkhitâm duḥkhabhâminîm.

c3.s1.84

B II a c wie C II, b wie A II, d duḥkhitâm çokakarṣitâm. III a °jam vîra, b wie A III. c d idam duḥkhataram bhûtvâ duḥkhânâm mandabhâginîm.

c3.s1.85

ayam ca vîra sandehas tiṣṭhatî 'va mamâ 'grataḥ |
sumahâms tvatsahâyeṣu haryṛiksheshu harîçvara || 24 ||

c3.s1.86

C I T d harîçvarah. II c sumahatsu, d mahâbalah. III c tvatsahâyena, d asamçayah. T d na samçayah.

c3.s1.87

A II d mahâbalah. III d vânareshu mahâmate.

c3.s1.88

B II b tiṣṭhatî'ha, d mahâbala. III a ayam hi. d ca samçayah.

c3.s1.89

katham nu khalu duṣpâram tariṣyati mahodadhim |
tânî haryṛikshasainyâni tau vâ nararâtmajau || 25 ||

c3.s1.90

C I T b tariṣyanti. II b samṭariṣyanti sâgaram. III b tariṣyanti, ebenso T.

c3.s1.91

A I b tariṣyanti. II b pârayiṣyanti sâgaram.

c3.s1.92

B II b tariṣyanti. III a tu für nu, b tariṣyanti, c vânarasainyâni.

c3.s1.93

trayâṇâm eva bhûtânâm sâgarasye 'ha langhane |
çaktih syâd Vainateyasya tava vâ Mârutasya vâ || 26 ||

c3.s1.94

C I T b sâgarasyâ 'sya. II b sâgarasyâ 'ti°. III d vâyor vâ tava câ 'nagha, T b wie I. A II b sâgarasyâ 'ti°. III b ebenso, c gatih syâd. B II b sâgarasyâ 'bhi°. III b sâgarasya vilanghane.

c3.s1.95

tad asmin kâryaniryoge vîrai 'vam duratikrame kim paçyase samâdhânam tvam hi kâryavidâm varah || 27 || C I T c paçyasi. II a b tad atra kâryanirbandhe samutpanne durâsade, c paçyasi, d kâryaviçâradah. III u. T c paçyasi, d brûhi vâkyavidâm vara. T III a aham für asmin. A I a samyoge. II wie C II; III d devair api durâkrame, c paçyasi, d tvam vai. B II a °nirbandhe, b samutpanne sudâruṇe, c paçyasi, d kâryaviçâradah. III a b °sandehe samprâptavati dushkare, c paçyasi, d kâryaviçâradah.

c3.s1.96

kâmam asya tvam evai 'kah kâryasya parisâdhane | paryâptah paravîraghna yaçasyas te phalodayah || 28 || C II d balodayah ebenso T u. III. A I d tu balodayah. II d na tvaducitam mama, III d wie I. B II d nâ 'nyaç ce 'ti matir mama. III d kim tu vijnâpayâmi te.

c3.s1.97

balaih samagrair yudhi mâm Râvaṇam jitya samyuge | vijayî svapuram yâyât tat tasya sadṛiçam bhavet || 29 || C I T a yadi, c °purîm, d tat tu me syâd yaçaskaram. II fehlt. III u. T a yadi, b hatvâ Râvaṇam âhave, c °purîm Râmo, d nayet tat syâd yaçaskaram. A I a yadi, b vijitya ca Daçânanam, c Râmo, d wie C III. II folgt nach dem folgenden Verse. a b çarais tam ugram yadi mâm yudhi nirjitya Râvaṇam, c Râmo, d wie C III. III a yadi, b jitvâ Râvaṇam âhave, c Ayodhyâm svâm purîm Râmo, d wie C III. B II a yadi, b nihatya rajanîcarân, c d nayec ca ... Râmah param tat syâd yaçaskaram. III a b jitvâ mâm Râvaṇam yadi samyuge, c d nayeta svapurîm Râmas tat syât tasya yaçaskaram.

c3.s1.98

balais tu sankulâm kṛitvâ Lankâm parabalârdanah | mâm nayed yadi Kâkutsthas tat tasya sadṛiçam bhavet || 30 || C I u. II T a çarais tu . . B II b parapuran jayah. III b purîm. In C III A I u. III B II und III steht davor folgender Vers: yathâ 'ham tasya vîrasya vanâd upadhinâ hṛitâ | rakshasâ tadbhayâd eva tathâ nâ 'rhati Râghavah || A I b vancayitvâ hṛitâ vanât. B II b virahe rudati satî | hṛitâ hy etena pâpena. III b balâd. c jîvatâm rakshasâm eva.

c3.s1.99

tad yathâ tasya vikrântam anurûpam mahâtmanah | bhaved âhavaçûrasya tathâ tvam upapâdaya || 31 || II d bhavaty ebenso II T und III CT, A II, III B II III.

c3.s1.100

tad arthopahitam vâkyam praçritam betusamhitam niçamya Hanumân çesham vâkyam uttaram abravît || 32 || C I T b sahitam für praçritam. II c vîra für çesham, T tasya (!) III c niçamyâ 'ham tataç, d abruvam. T ebenso. A II b °samyutam, c tasyâ. III b °samyutam, c praçamyâham tatas tasyâ, d abruvam. B II b praçritam, c vîro. III b praçritam. c praçasyâ 'ham tatah, c abruvam.

c3.s1.101

devi haryrikshasainyânâm içvarah plavatâm varah | Sugrîvah satyasampannas tavâ 'rthe kritaniçcayah || 33 || C I T c satva°. III u. T. c sattva°. In T II fehlen dieser und die folgenden Verse bis 46 incl. A I II III b pravatâm, c sattva°. III a b °sainyena samvritah. B II III a vânarasainyânam, c sattva. II b çatrutâpanah.

c3.s1.102

sa vânarasahasrânâm kotîbhir abhisamvritah | kshipram eshyati Vaidehi râkshasânâm nibarhanah || 34 || C II d Sugrîvah plavagâdhipah. III fehlt. A I d nisûdakah. II d priyakrit te mahâbalah. III fehlt. B II c d Sugrîvo Vaidehi plavagâdhipah. III fehlt.

c3.s1.103

35—41 fehlen in II CA.

c3.s1.104

tasya vikramasampannâh sattvavanto mahâbalâh | manahsankalpasampâtâ nideçe harayah sthitâh || 35 || C III c sadriçâ. A I d nirdeçe. III b satya°, c d °siddhârthâ nirdeçe. B II c d °sampannâ nirdeçe. III c °sampannâ.

c3.s1.105

yeshâm no 'pari nâ 'dhastân na tiryak sajjate gatih | na ca karmasu sîdanti mahatsv amitatejasah || 36 || C I T 2 etc. nahi. III T a eshâm. A III a teshâm. B a II u. III nâdhaç ca, c na te, d °vikramâh.

c3.s1.106

asakrit tair mahotsâhaih sasâgaradharâdharâ | pradakshinîkritâ bhûmir vâyumârgânusâribhih || 37 || C I c pradakshinâ. III u. T III a b mahâbhâgair vânarair balasamyutaih.

c3.s1.107

A I d sarva. III a taiç câpi 'yam mahâbhâgaih. d sattvavadbhir mahâtmabhih. B II u. III a nai 'kaças tair mahâbhâgaih.

c3.s1.108

madviçishtâç ca tulyâç ca santi tatra vanaukasah | mattah pratyavarah kaçcin nâsti Sugrîvasannidhau || 38 || B II III a tathâ tulyâh.

c3.s1.109

aham tâvad iha prâptah kim punas te mahâbalâh | nahi prakrishtâh preshyante preshyante hî 'tare janâh || 39 || A I d hinate. II d preshayanty avarân varâh. B II III c d nahi prakrishtân preshyâms tu preshayanty avarâvarân.

c3.s1.110

tad alam paritâpena devi çoko vyapaitu te | ekotpâtena te Lankâm eshyanti hariyûthapâh || 40 || C III u. III T b manyur für çoko. III T c vai für te. A I u. III b manyur. III d kapikunjarah. B II III b manyur apaitu, d haripungavâh.

c3.s1.111

mama prishthagatau tau ca candrasûryâv ivo 'ditau | tvatsankâçam mahâsanghau nrisimhâv âgamishyanti || 41 || C I T c mahâsatvau. III c mahâbhâge, ebenso T. A I c mahâsatvau, d râjaputrâv iheshyatah. III a b hrishṭatushtâ tu Vaidehi bhavishyasy acirâd iva, c mahâbhâgau. B II u. III c mahâbhâgau. III a hi für ca.

c3.s1.112

von hier an fehlt III. bis 48

c3.s1.113

tau hi vîrau naravarau sahitau Râma-Lakshmanau | âgamya nagarîm Lankâm sâyakair vidhamishyatah || 42 || C I T a tato vîrau. A I II a tau ca, B fehlt.

c3.s1.114

saganam Râvanam hatvâ Râghavo Raghunandanah | tvâm âdâya varârohe svapurîm pratiyâsyati || 43. C I T d svapuram. II a Râkshasam hatvâ nacirâd, d svâm. A I d svapuram. II b nacirâd, d svâm purîm abhiyâsyati. B II b varavarṇinim, d svâm purîm.

c3.s1.115

tad âçvasihi bhadram te bhava tvam kâlakânkshinî | nacirâd drakshyase Râmam prajvalantam ivâ 'nalam || 44 || C II a samâç°, c d kshipram drakshyasi Râmena nihatam Râvanam raṇe. A I d acirâd drakshasi patim tapantam iva bhâskaram. II c d wie CII, ebenso B.

c3.s1.116

nihate râkshasendre ca saputrâmâtyabândhave | tvam sameshyasi Râmeṇa çaçankene 'va Rohiṇî || 45 || I T a smin für ca. A I u. II a tu für ca.

c3.s1.117

kshipram tvam devi çokasya pâram drakshyasi Maithili | Râvaṇam caiva Râmeṇa drakshyase nihatam balât || 46 || C II T kshipram eshyati Kâkutstho haryṛikshapravarair yutah (T vṛitah) | yas te yudhi vinirjitya çokam vyapanayishyati | — T I b yâsyasi. d nihatam drakshyase cirât. A b yâsyasi. Fehlt in II u. III B.

c3.s1.118

evam açvâsya Vaidehîm Hanûmân Mârutâtmajah gamanâya matim kṛitvâ Vaidehîm punar abravît || 47 || abhyavâdayat II. A II d Jânakim. B d Jânakim.

c3.s1.119

Die folgenden Verse fehlen in II.

c3.s1.120

tam arighnam kṛitâtmânam kshipram drakshyasi Râghavam | Lakshmaṇam ca dhanushpâṇim Laṅkâdvâram upâgatam || 48 || C III a arighnam siṃhasankâçam ebenso T III, c dhanushmantam, d T III upasthitam. A I c sasugrivam, d upasthitam. III a arighnam siṃhavikrântam, b drakshyati, d upasthitam. B a b nacirâd drakshyase Râmam Sugrîvam ca mahâbalam. d upasthitam.

c3.s1.121

nakhadaṃṣṭrâyudhân vîrân siṃhaçârdûlavikrâmân | vânarân vâraṇendrâbhân kshipram drakshyasi saṃgatân || 49 || A III c vânarendrâṃç ca, d drakshyati. B III c vânarendrâbhân, d câ- gatân.

c3.s1.122

çailâmbudanikâçânâm Laṅkâ-Malaya-sânushu | naṛdatâm kapimukhyânâm ârye yûthâny anekaçaḥ || 50 || C III d nacirâc chroshyase svanam. T III acirâc chroshyasi svanam. A I c hari°, d çroshyasi nisvanam. III c d kapinâm naṛdatâm ârye çroshyase nacirâd girah. B a nilâmb°, c d °sainyânâm nacirâc chroshyase dhvanim.

c3.s1.123

Schlussverse in I (C A)

c3.s1.124

sa tu marmaṇi ghoreṇa tâḍito Manmatheshuṇâ | na çarma labhate Râmah siṃhâṛdita iva dvipah || 51 || A a sa hi marmasu ghoreshu ruda mâ devi çokena mâ bhût te manaso bhayam | Çacî 'va bhartrâ Çakreṇa saṃgamishyasi çobhane || 52 || T b 'priyam, c patyâ, d bhartrâ nâthavatî hy asi. A a mâ çuco devy açokârhe, b manasi kḷamaḥ, c vaçinî Çrir, ive 'ndreṇa, d wie T

c3.s1.125

Râmâd viçiṣṭaḥ ko 'nyo 'sti kaçcit Saumitriṇâ samaḥ | Agni-Mâruta-kalpau tau bhrâtarau tava saṃçrayau || 53 || A a b ko[pa]viçiṣṭas tu Râmeṇa Saumitrer vâpi kaḥ samaḥ, d saṃçrayaḥ

c3.s1.126

nâ'smiṃç ciram vatsyasi devi deçe rakṣogaṇair adhyushite 'tiraudre | na te cirâd âgamanam priyasya kṣamasva matsangamakâlamâtram || A d tatsang°

c3.s1.127

Schlussverse in III (C A B)

c3.s1.128

nivṛttavanavâsam ca tvayâ sârdham arindama || abhishiktam Ayodhyâyâm kshipram drakshyasi Râghavam || 28 || A a nirv°, tu für ca, d drakshati.

c3.s1.129

tato mayâ vâgbhir adînabhâshiṇî çivâbhir ishṭâbhir abhiprasâditâ | uvâha çântim mama Maithilâtmajâ tavâ 'tiçokena tatha 'tipî- ḍitâ || 29 || T a bhâshiṇâ, c jagâma, d pi çokena tadâ. A a tathâ, b âryâ tvaritam prasâditâ, c cakâra, d na câpi, yathâni°. B a tathâ, c d uvâca çântim mama câpi Jânakî na câpi çokam prajahâv aninditâ.

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