Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s1.86
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s1.86
- Language
- German
c4.s1.86
Schliesslich müssen wir hinzufügen, dass, so sicher Anushtubh-Verse der eben beschriebenen Gestalt, mit der Beseitigung der Alleinherrschaft jambischer Maasse am Ende des ersten und dritten Pâda, auf die jüngste Periode der Rigveda-Poesie zurückgeführt werden dürfen, doch keineswegs umgekehrt mit der gleichen Sicherheit für Anushtubh-Lieder, welche jene moderne Eigenthümlichkeit nicht zeigen, eine ältere Entstehungszeit behauptet werden darf. Vielmehr dauerte neben der Neigung, Verse jener neu erfundenen Art zu bauen, auch die Kenntniss und die gelegentliche Anwendung des alten Anushtubh-Typus fort. Man vergleiche z. B. X, 134; 141; 143; 152; 176; 179, 1, welche Lieder Niemand versucht sein wird für älter zu halten, als die zahlreichen Anushtubh-Hymnen des modernen Typus, welche sich in denselben Partien der Liedersammlung finden.
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit