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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.201.4

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.201.4

Language
German

c6.201.4

So viel immerhin ist gewiss: es fehlt keins von allen erforderlichen Gliedern zur Kette des Beweises, dass eine auch auf kleinste Details gerichtete Aufmerksamkeit der Textüberlieferer ununterbrochen bestanden hat, in jüngerer Zeit und zurück bis in die alte Zeit hinein — wir wollen und können nicht sagen bis zu den alten Liedverfassern in eigner Person, aber doch deutlich erkennbar bis hinein in die Zeit der Riksamhitâ selbst, bis zurück zu den letzten, entferntesten der Gewährsmänner, welche uns als Inhaber eines von der Sprache der älteren Rishis irgendwie unterscheidbaren Typus der Ausdrucksweise erkennbar sind: bei diesen aber zuerst natürlich kann überhaupt das Aufbewahren der alten Ueberlieferung als solcher, in ihrer dem eigenen Bewusstsein der Ueberlieferer als gegeben gegenüberstehenden Gestalt, unsrer Forschung bemerkbar werden. Unzweifelhaft ist jene Treue der Ueberlieferer, von welcher wir sprechen, nicht an jedem Puncte des Textes gleich lebendig gewesen. In der älteren Zeit vorwiegend einzelne Unachtsamkeiten, in späteren Perioden hauptsächlich die Hingabe mancher überlieferter Erscheinungen zu Gunsten künstlicher, meist durch die Verhältnisse der späteren Sprache hervorgerufener grammatischer Theorien: dies sind die beiden Factoren, welche den Erfolg jener Sorgfalt beeinträchtigt haben.