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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s7.12

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s7.12

Language
German

c7.s7.12

Wie übrigens die Tradition die Formenpaare yenâ und yena, abhi und abhî kennt und ihre Vertheilung im Ganzen richtig durchführt, so hat sie auch die doppelte prosodische Möglichkeit in Bezug auf Vocale des Wortinnern, die bei jâna und jana in Vergessenheit gerathen ist, in andern Fällen festgehalten. So beispielsweise bei sâdana¹) und sadana. Die beiden Formen vertheilen sich im überlieferten Text offenbar durchweg richtig bis auf zwei Stellen. Im Pâdaausgang steht, den Forderungen des Metrums entsprechend, stets sâdanam, sâdane, sâdanaspṛṣaḥ etc. (11 Stellen); nur einmal²) haben wir ṇriṣadane (V, 7, 2), vermuthlich ein Fehler, der sich daraus erklären wird, dass im Compositum ṇriṣadana das â sonst nirgends auftritt und nirgends aufzutreten Anlass hat³). Im Innern des Pâda erscheint das Wort meist unmittelbar hinter der Cäsur und zwar, wie nicht anders zu erwarten, mit ă (55 Fälle); sodann in wenigen Fällen an andern Stellen des Pâda, ohne Verlängerung und ohne Anlass zu derselben (VIII, 13, 2; 27, 5; 143, 4 und einige Stellen mit Compositis von sadana). Nur einmal tritt unmittelbar hinter der Cäsur die Form sâdanâ auf (X, 18, 13⁴)): es scheint mir nahezu zweifellos, dass hier ein Fehler vorliegt, die irrige Uebertragung der dem Pâdaschluss zukommenden Länge auf eine Stelle des Verses, an welcher die Kürze durch die überwiegende Neigung der metrischen Praxis wie durch 55 Belege gesichert wird.

Cites (1)