Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.16
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.16
- Language
- German
v1.c8.s8.16
»Satyakāma Jābāla sprach zu seiner Mutter Jabālā: ›Ich will, Verehrliche, als Brahmanschüler eintreten; sage mir, aus welcher Familie ich bin‹. — Sie sprach zu ihm: ›Das weiſs ich nicht, mein Junge, aus welcher Familie du bist; in meiner Jugend kam ich viel herum als Magd; da habe ich dich bekommen; ich weiſs es selbst nicht, aus welcher Familie du bist; ich heiſse Jabālā, und du heiſsest Satyakāma; so nenne ich dich denn [statt nach dem Vater] Satyakāma, Sohn der Jabālā.‹ Da ging er zu Hāridrumata, dem Gautamer, und sprach: ›Ich möchte bei Ew. Ehrwürden als Brahmacārin eintreten; Ew. Ehrwürden wollen mich aufnehmen.‹ — Er sprach zu ihm: ›Aus welcher Familie bist Du, mein Lieber‹? — Er sprach: ›Das weiſs ich nicht, Herr Lehrer, aus welcher Familie ich bin; ich habe die Mutter gefragt; die hat mir geantwortet: In meiner Jugend kam ich viel herum als Magd; da habe ich dich bekommen; ich weiſs es selbst nicht, aus welcher Familie du bist; ich heiſse Jabālā, und du heiſsest Satyakāma. So nenne ich mich denn Satyakāma, den Sohn der Jabālā, Herr Lehrer.‹ — Er sprach zu ihm: ›Nur ein Brahmane kann so offen sprechen; hole das Brennholz herbei, mein Lieber [das zur Zeremonie erforderlich ist]; ich werde dich aufnehmen, weil du nicht von der Wahrheit abgegangen bist.«²)