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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.27

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.27

Language
German

v1.c8.s8.27

Als Vedānta oder »Veda-Ende« gehören also die Āraṇyakas sowie die älteren Upaniṣads zu den verschiedenen vedischen Schulen; ja, sie bilden geradezu nur Bestandteile der Brāhmaṇas. So schlieſst sich an das zum Rigveda gehörige Aitareya-Brāhmaṇa ein Aitareya-Āraṇyaka an, in welchem die Aitareya-Upaniṣad eingeschlossen ist. Das ebenfalls zum Rigveda gehörige Kauṣītaki-Brāhmaṇa endet mit dem Kauṣītaki-Āraṇyaka, von welchem die Kauṣītaki-Upaniṣad nur einen Teil bildet. Im schwarzen Yajurveda ist das Taittirīya-Āraṇyaka nur eine Fortsetzung des Taittirīya-Brāhmaṇa, und den Schluſs des Āraṇyaka bilden die Taittirīya-Upaniṣad und die Mahā-Nārāyaṇa-Upaniṣad. In dem groſsen, zum weiſsen Yajurveda gehörigen Śatapatha-Brāhmaṇa ist das erste Drittel des XIV. Buches ein Āraṇyaka, während den Schluſs des Buches die gröſste und bedeutendste aller Upaniṣads, die Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad, bildet. Zu einem Brāhmaṇa des Sāmaveda — wahrscheinlich zum Tāṇḍya-Mahā-Brāhmaṇa — gehört die Chāndogya-Upaniṣad, deren erster Abschnitt nichts anderes als ein Āraṇyaka ist. Das sogenannte Jaiminīya-Upaniṣad-Brāhmaṇa²) ist ein Āraṇyaka der zum Sāmaveda gehörigen Jaiminīya- oder Talavakāra-Schule, und einen Teil desselben bildet die Kena-Upaniṣad, auch Talavakāra-Upaniṣad genannt.

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