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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.29

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.29

Language
German

v1.c8.s8.29

Mit Ausnahme der Mahā-Nārāyaṇa-Upaniṣad, welche erst in späterer Zeit zum Taittirīya-Āraṇyaka hinzugefügt worden ist, gehören alle die genannten Upaniṣads zu den ältesten Werken dieser Art. Sie sind in Sprache und Stil von den Brāhmaṇas, zu denen sie als Bestandteile gehören, oder denen sie sich unmittelbar anschließen, nicht verschieden. Es ist dieselbe schlichte, etwas unbeholfene, aber — namentlich in den erzählenden Stücken — keineswegs der Schönheit entbehrende Prosa. Nur die Kena-Upaniṣad ist zur Hälfte metrisch, und sie ist die jüngste von den aufgezählten Upaniṣads. Zwar enthält jede der großen Upaniṣads, wie Deussen¹ sagt, »ältere und jüngere Texte nebeneinander, daher das Alter jedes einzelnen Stückes für sich bestimmt werden muß«. Aber im großen und ganzen lassen sich doch vier zeitlich aufeinanderfolgende Perioden unterscheiden, und es lassen sich die einzelnen Upaniṣads mit ziemlicher Sicherheit in eine von diesen Perioden einordnen. In die erste und älteste von diesen Perioden gehören die bisher genannten Upaniṣads, und zwar ist nach Deussen²), dessen Führung wir uns hier ganz anvertrauen können, ihre chronologische Reihenfolge die nachstehende:

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