Pramāṇa · Search · About · API

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.48

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s8.48

Language
German

v1.c8.s8.48

So enthält die Kauṣītaki-Upaniṣad aufser psychologischen und metaphysischen Auseinandersetzungen und einer ausführlichen Eschatologie auch Beschreibungen von Opferriten, durch die man irgendein Gut erlangen oder einen Liebeszauber bewirken kann, Zeremonien zur Verhinderung des Sterbens von Kindern, und sogar eine »Upaniṣad«, d. h. eine Geheimlehre, deren Kenntnis als ein Zauber zur Vernichtung von Feinden dient. Desgleichen enthält die Chāndogya-Upaniṣad zwar tiefe philosophische Gedanken über die Weltschöpfung, das Weltall und die Seele, mitten darunter aber auch mystische Spekulationen über die Silbe Om, geheimnisvolle Riten zur Heilung von Krankheiten und dergleichen. In den Atharvaveda-Upaniṣads aber finden wir z. B. eine ganze Upaniṣad — die Gāruḍa-Upaniṣad²) —, die nichts anderes ist als ein Schlangenzauber und ebensogut in der Atharvaveda-Saṃhitā stehen könnte.

Linked texts (4)