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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.112

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.112

Language
German

v3.c22.s2.112

Ebenso wie die Buddhisten, so hatten auch die Jainas ihre eigenen Lehrbücher der Grammatik, die sich aber auch nur wenig von Pāṇini entfernen. Das älteste dieser Lehrbücher, das sich am engsten an Pāṇini anschließt, ist das Jainendravyākaraṇa⁵), d. h. die dem Jinendra zugeschriebene Grammatik, deren Verfasser aber Pūjyapāda Devanandin ist⁶). Später als diese Grammatik ist das Šākaṭāyanavyākaraṇa¹), die Grammatik des Šākaṭāyana²), der in der Regierungszeit des Amoghavarṣa I (814—877) schrieb. Šākaṭāyana hat nicht nur Pāṇinis Sūtras, die Vārttikas und das Mahābhāṣya, sondern auch das Cāndravyākaraṇa benützt. Die Fachausdrücke sind zum Teil die des Pāṇini, zum Teil die des Candragomin, und auch Abkürzungen, wie sie im Jainendravyākaraṇa vorkommen, werden verwendet. Außer dem Text gehören zu dieser Grammatik auch ein umfangreicher Kommentar³), ferner eigene Paribhāṣāsūtras, Gaṇapāṭha, Dhātupāṭha, Uṇādisūtras und ein Liṅgānuśāsana.

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