Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.118
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.118
- Language
- German
v3.c22.s2.118
Die Grammatik des Hemacandra, das Siddhahemacandra oder Haimavyākaraṇa, ist nichts anderes als eine verbesserte Auflage der Grammatik des Šākaṭāyana, wird aber dennoch von Kielhorn⁴) als »die beste Grammatik des indischen Mittelalters« bezeichnet. Sie ist praktischer angeordnet und hat eine praktischere Terminologie, die übrigens größtenteils dem Kātantra entnommen ist, als die Grammatiken von Pāṇini, Candragomin und Šākaṭāyana. Da die Grammatik für Jainas geschrieben ist, werden natürlich die Sprache des Veda und die Akzentregeln nicht berücksichtigt. Hemacandra schrieb diese Grammatik im Auftrage des Königs Jayasiṃha Siddharāja⁵), der ihm auf seinen Wunsch acht ältere grammatische Werke aus der Bibliothek des Tempels der Sarasvatī in Kaschmir herbeischaffen ließ. Der Verfasser schrieb zu seiner Grammatik selbst zwei Kommentare, einen längeren und einen kürzeren. Ebenso verfaßte er selbst ein Uṇādigaṇasūtra und einen Dhātupāṭha¹).
Cites (3)
- Dhātupāṭha — Pāṇini, Sanskrit
- Kātantra — Śarvavarman, Sanskrit
- Haimavyākaraṇa