Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.33
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.33
- Language
- German
v3.c22.s2.33
Daß Pāṇini, wie manche ältere Forscher geglaubt haben, »eine Grammatik ohne Sprache« (Benfey) oder ein »Grammatiker-Sanskrit« (Whitney) gelehrt habe, daß die Wurzeln im Dhātupāṭha zum großen Teil erfunden seien, daß die Grammatiker Formen lehren, die in Wirklichkeit nicht vorkommen, daß Pāṇini eine mangelhafte Kenntnis des Veda gehabt habe, — alle diese Vorwürfe sind längst entkräftet worden²). Wenn manche abendländischen Gelehrten an der Grammatik des Pāṇini so viel auszusetzen haben — und sicher dürfte kein Europäer eine Grammatik so schreiben, wie sie Pāṇini geschrieben hat —, so vergessen sie nur, daß Pāṇini »sein wohl durchdachtes und nicht nur künstliches, sondern auch kunstvolles Lehrbuch für Einheimische, die im gewöhnlichen Verkehr Sanskrit reden hörten, nicht für Ausländer« geschrieben hat³).
Cites (1)
- Dhātupāṭha — Pāṇini, Sanskrit