Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.59
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.59
- Language
- German
v3.c22.s2.59
Der anerkannt beste, durch Kürze und Klarheit ausgezeichnete Kommentar zu den Sūtras des Pāṇini ist die Kāśikā Vṛtti²), »der Kommentar von Benares«, von Jayāditya und Vāmana¹). Nach I-tsing, der uns erzählt, daß Knaben von 15 Jahren das Studium dieses Kommentars beginnen und ihn nach fünf Jahren verstehen, und daß die Chinesen diese Grammatik zuerst lernen, wenn sie nach Indien kommen, ist Jayāditya nicht später als 661 oder 662 n. Chr. gestorben²). I-tsing selbst wird (vor dem Ende des 7. Jahrhunderts) aus dieser Grammatik Sanskrit gelernt haben. Die Verfasser der Kāśikā haben außer älteren Kommentaren, die sie oft, ohne sie mit Namen zu nennen, zitieren, das Mahābhāṣya und das Cāndravyākaraṇa benutzt³). Ein Kommentar zur Kāśikā, dèr Nyāsa des Jinendrabuddhi, wird schon von dem Dichter Māgha erwähnt⁴).
Cites (1)
- Cāndravyākaraṇa — Candragomin, Sanskrit