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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.73

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.73

Language
German

v3.c22.s2.73

Als Grammatiker und Philosoph berühmt war im 7. Jahrhundert n. Chr. Bhartṛhari, der nach dem Zeugnis des I-tsing 651/52 n. Chr. gestorben ist⁶). Er schrieb einen Kommentar zum Mahābhāṣya, von dem uns nur Bruchstücke erhalten sind¹). Vollständig besitzen wir sein Vākyapadīya²), das mehr ein sprachphilosophisches als ein grammatisches Werk ist. Das Werk ist in drei Abschnitte eingeteilt (daher auch »Trikāṇḍī« genannt), von denen der erste über Grammatik und Sprache im allgemeinen, der zweite über den Satz, der dritte über das Wort handelt. Im Kāvyaprakāśa wird folgender Satz aus dem Vākyapadīya zitiert: »Ein Ochs an sich ist weder ein Ochs noch ein Nicht-Ochs, sondern er gilt nur als Ochs, weil er zur Klasse der Ochsen gehört.«

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