Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.91
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.91
- Language
- German
v3.c22.s2.91
² Soviel Vertrauen in die Geschichtchen des Somadeva und Tāranātha habe ich nicht, daß ich (wie V. A. Smith, ZDMG 56, 660; Lacôte, Essai sur Guṇāḍhya, p. 28 f., und Liebich a. a. O., S. 3 ff.) den Šarvavarman für einen Zeitgenossen des Hāla Sātavāhana im 1. Jahrhundert n. Chr. halten könnte. Daß die Āndhra-Inschriften fast alle in Prākrit abgefaßt sind, und daß dem Hāla die große Sammlung der Prākritlieder zugeschrieben wird, macht es wenig wahrscheinlich, daß gerade ein Minister dieses Fürsten eine Sanskritgrammatik verfaßt haben soll. Wahrscheinlicher ist es mir, daß es der Zeit des Tantrākhyāyika, etwa 300 n. Chr., angehört.