Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c10.s3.t2.36
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c10.s3.t2.36
- Language
- German
c10.s3.t2.36
3. Kâshthâ-sangha, nach einer Version in dem Nandîtata genannten Dorfe im Jahre 753 nach Vikrama (?) von Kumârasena, Schüler des Vinayasena begründet; nach einer andern Tradition jedoch bereits 515 nach Vîra von Loha I gestiftet, und zwar auf Grund des folgenden Ereignisses. Loha war in Hisâr bei Agrohâ todkrank geworden und hatte das Bewußtsein verloren. Im Glauben, daß er sterben werde, legten die Laien für ihn das Gelübde der Samlekhanâ ab. Wider Erwarten wurde Loha aber wieder gesund. Als er bettelte, verweigerten ihm die Shrâvakas im Hinblick auf das Samlekhanâ-Gelübde die Almosen. Da ging Loha nach Agrohâ und bekehrte dort durch seine Predigt König Divâkara und 125000 Agravâlas zum Jaina-Glauben. Diese verehrten ihn als Âcârya und gaben ihm seinen Lebensunterhalt. Da die Idole, welche er im Kult verwandte, aus Holz waren, wurde seine Gemeinde Kâshthâ-(Holz-)Sangha genannt. — Die Mönche begrüßen sich mit dem Worte „Dharmavriddhi“ und tragen statt der Pfauenwedel solche aus Kuhhaaren.