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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s4.t3.2

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s4.t3.2

Language
German

c7.s4.t3.2

In Mahârâshtra, dem mächtigen Reiche, das die Andhra-Könige von ihrer Hauptstadt Pratisthâna (am Oberlauf der Godâvarî im heutigen Haidarâbâd) aus in den Jahrhunderten um Christi Geburt regierten, entstand das Mâhârâshtrî-Prâkrit, das von den Shvetâmbaras viel für literarische Zwecke verwendet wurde. Einen König aus diesem von Shâlivâhana (S. 44) begründeten Fürstenhause, Hâla Sâtavâhana (Shâlivâhana) gilt als Verfasser oder Sammler einer berühmten Anthologie von Prâkrit-Strophen, und die Jainas rechnen ihn unter ihre vier gelehrten Könige (Vikramâditya, Shâlivâhana, Manja, Bhoja). Ob die Jainas aber diesen Hâla und andere den Beinamen Shâlivâhana führende Könige aus der Andhra-Dynastie mit Recht für sich in Anspruch nehmen können, ist unsicher, weil die in Dhânyakataka residierenden Herrscher dieses Hauses zweifellos eifrige Buddhisten waren und in dem Stûpa von Amarâvâtî eines der schönsten Baudenkmäler der Religion Gautamas geschaffen haben.