Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t1.11
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t1.11
- Language
- German
c8.s2.t1.11
Alle die genannten Autoren schrieben ihre Werke in Sanskrit oder in Prâkrit-Versen, welche sie zum Teil selbst in Sanskrit kommentierten oder zu denen Schüler Kommentare verfaßten. Die zunehmende Verwendung der neuindischen Sprachen für literarische Zwecke führte dazu, daß von den Werken berühmter Dogmatiker Übersetzungen in Bhâshâ hergestellt wurden. So gibt es z. B. eine ganze Sammlung von Übertragungen von theologischen Schriften in die Gujarâtî-Sprache und andere Dialekte. Manche Autoren schrieben bereits frühzeitig ihre Arbeiten in der Mundart ihrer Heimat nieder. So schuf Shrîvarddhadeva, nach seinem Geburtsort auch Tumbulûrâcârya genannt, einen Kommentar zum Tattvârthâdhigamasûtra in 96 000 Versen in kanaresischer Sprache. Das Werk, dessen Entstehungszeit unbekannt ist, das aber schon im 12. Jahrhundert inschriftlich rühmend erwähnt wird, ist uns leider nicht erhalten. Je mehr wir uns der Gegenwart nähern, desto größer wird die Zahl wissenschaftlicher Werke, die über die Jaina-Philosophie in modernen indischen Sprachen geschrieben worden sind. Dazu kommt eine riesige Literatur in den verschiedensten Dialekten, die es sich zur Aufgabe macht, die Lehren der Dogmatiker weiteren Kreisen mundgerecht zu machen, sowie zahlreiche Werke, welche der Erbauung des Laien dienen sollen.
Cites (1)
- Tattvārthasūtra — Umāsvāti, Sanskrit