Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c8.s2.t1.17
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c8.s2.t1.17
- Language
- German
c8.s2.t1.17
Für die Jaina-Könige, deren es, wie wir gesehen haben, in der Vergangenheit eine große Anzahl gegeben hat, haben Jaina-Gelehrte besondere Lehrbücher über Politik und Rechtswesen verfaßt. Die dem großen Bhadrabâhu zugeschriebene „Sanhitâ“, angeblich ein Auszug aus dem Upâsakâdhyayana-Anga, enthält diesbezügliche Kapitel; speziell beschäftigen sich mit Staats- und Rechtswesen Somadevasûris „Nîtivâkyâmrita“ (um 950 n. Chr.), Amitagatis „Vardhamânanîti“ (um 1011 n. Chr.) und Hemacandras „Arhannîti“ (12. Jh.)²⁹. Das letztgenannte Buch liegt uns nur in einer Sanskritfassung vor, die den Titel „Laghu-Arhannîti“ trägt; nach Bemerkungen, die sich in ihm finden³⁰, stellt es einen Auszug aus einem größeren, in Prâkrit geschriebenen „Brihad-Arhannîti-shâstra“ dar, das Hemacandra für den König Kumârapâla abfaßte.
Cites (4)
- Saṃhitā
- Nītivākyāmṛta — Somadevasūri, Sanskrit
- Upāsakādhyayana (Somadeva) — Somadeva, Sanskrit
- Laghu-Arhannīti — Hemacandra, Sanskrit