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Die Religion des Veda c8.s1.11

Die Religion des Veda c8.s1.11

Language
German

c8.s1.11

³ Im Ton primitiveren Kultwesens ausgedrückt: man fürchtete den Zorn der Geister, befriedigte man sie nicht gleich im Anfang des Genusses der neuen Ernte. Anklänge an solche Gedanken finden sich auch im Veda (so Śatapatha Br. II, 4, 3, 1 ff.; 5, 2, 1 ff.). Lehrreich ist, daß wie der Anleger der heiligen Feuer vom Getreide nichts genießen soll vor dem Erstlingsopfer, er so auch kein Fleisch essen soll, ehe er das Tieropfer dargebracht hat (Śāṅkh. Śr. II, 3, 26; Hillebrandt, Rit. Lit. 121): beides deutlich parallele Regeln, auf derselben Idee beruhend. — Die Beziehung des Ernteerstlingsopfers auf Wünsche, welche vor allem diese, nicht folgende Ernten betreffen, wird durch die zugehörigen Sprüche bestätigt. „Er spricht über die zu kostende Speise: ,Ich fasse dich, dem Prajāpati eine Spende, mir zum Glück, mir zum Ruhm, mir zum Speisesegen.ʻ Mit dem Spruch: ,Aus dem Guten habt ihr uns zum Besseren geführt, Götter! Durch dich, die Nahrung, mögen wir dich erlangen. So gehe du Labung spendend, Saft! in uns ein; sei Heil uns für Mensch und Tier‘ kostet er, mit Wasser es besprengend, dreimal“. Śāṅkhāyana G. III, 8. Kauṣ. Br. IV, 12 allerdings schreibt das Erstlingsopfer ganz allgemein für „den, der sich Nahrungsgenuß wünscht“, vor.

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