Die Religion des Veda c8.s1.39
Die Religion des Veda c8.s1.39
- Language
- German
c8.s1.39
Konkret in einem Ritus ausgeprägt zeigt der Ṛgveda die Ausstattung des Gaben- und Verehrungsopfers mit Zaubergewalt besonders deutlich im Lied von der Regengewinnung des Devāpi (X, 98). „Setze dich zu des Hotars Opferdienst nieder,“ wird der Priester aufgefordert, „vollziehe die Verehrung zur rechten Zeit; den Göttern, Devāpi, huldige mit Opferspende.“ Und der Priester „sich verstehend auf die Göttergnade“ setzt sich zum Opferwerk nieder: „da ergoß er vom Meere droben zum Meere drunten die himmlischen Wasser des Regens. In jenem Meere dort oben weilten die Wasser, von den Göttern festgehalten: die strömten, ergossen von Ṛṣṭiṣeṇas Sohn, entsandt von Devāpi in Sturzbächen"¹). Man sieht, wie hier die Vorstellung aus der anfänglichen Richtung herausgleitet: zuerst sollten die Götter in ihrer Gnade den Regen geben; jetzt ergießt ihn der Priester selbst durch die Zaubermacht seiner Opferkunst.
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit