Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s4.7.1
Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s4.7.1
- Language
- German
c3.s4.7.1
Der erste Abschnitt — madhyamādhikāra — handelt zunächst von der Einteilung der Zeit. Der siderische Tag wird in 60 Nāḍikās eingeteilt, jede derselben in 60 Vināḍikās; und es werden dann Definitionen gegeben vom siderischen, bürgerlichen (sāvana), lunaren und solaren Monat, Unterscheidungen, die uns schon teilweise aus der früheren Periode bekannt sind. Neu ist hier der siderische Tag in der Bedeutung der Zeit der Umdrehung der Sternsphäre um die Erde, und der siderische Monat als 30 solcher Umläufe umfassend; neu ist ebenfalls die Weise, in der die solaren Monate von dem Eintritt der Sonne in die Zeichen des Zodiaks abhängig gemacht werden. Zwölf solare Monate bilden ein Jahr, und in der Weise der Purāṇas 4 320 000 solcher Jahre ein grosses Weltalter (mahāyuga), welches in 4 ungleiche Teile zerfällt, indem die ersten 4 Zehntel das Kṛtayuga bilden, die nächsten 3 Zehntel das Tretāyuga, die folgenden 2 Zehntel das Dvāparayuga und das letzte Zehntel das Kaliyuga. Tausend Mahāyugas bilden ein Kalpa oder Äon, welches wieder in 14 sog. Manvantaras »andere Manus« zerfällt (indem für jede dieser Perioden ein neuer Manu entsteht), von denen jedes 71 Mahāyugas umfasst; die 6 übrig bleibenden Mahāyugas verteilen sich auf die Manvantaras von einander trennenden sog. Dämmerungen (sandhyā). Am Ende eines jeden Kalpa tritt eine allgemeine Zerstörung der Welt ein, auf welche eine neue Schöpfung folgt.