Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s4.7.3
Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s4.7.3
- Language
- German
c3.s4.7.3
dem Einfluss unsichtbarer, als Formen der Zeit bezeichneter, Wesen zu, die selbst den Zodiak durchkreisen und dabei beständig die Planeten vermittelst aus Luft gebildeter Seile an sich ziehen. Diese störenden Wesen machen in einem Yuga ebenso viele Umläufe, als in Wirklichkeit Merkur und Venus in derselben Periode um die Sonne vollenden; das System substituirt demnach die Umläufe dieser imaginären Existenzen für die wahren siderischen Umläufe der beiden Planeten. Wenn sich der imaginäre Anzieher in seinem Umlauf durch den Zodiak östlich von der Sonne befindet, zieht er den Planeten in derselben Richtung von seinem mittleren Orte ab; der Planet erscheint dann in östlicher Elongation; dementsprechend erklärt sich die westliche Elongation. Der technische Name dieser anziehenden Wesen ist śīghrocca oder einfach śīghra, d. i. der höchste Punkt der schnellen Bewegung, wofür nach dem Vorgang WHITNEYS am besten der Ausdruck »Conjunction« gebraucht wird. Eine analoge Hypothese erklärt nun diejenige Ungleichheit in dem Laufe der drei äusseren Planeten, welche in Wirklichkeit darauf beruht, dass sie von der sich um die Sonne bewegenden Erde gesehen werden. Jeder dieser Planeten hat sein eigenes »śīghra«, das in einem Yuga ebenso oft durch den Zodiak kreist, als in Wirklichkeit die Erde um die Sonne läuft, und das durch seine Anziehung den Planeten bald vorwärts bald rückwärts zieht.