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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c10.9

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c10.9

Language
German

c10.9

Abkürzungen von Wörtern finden sich im Westen zuerst im Datum einer Inschrift des Andhra-Königs Siri-Pulumāyi (Nasik, Nr. 15) und in der des etwas späteren Māḍharīputa Siri- oder Sakasena (Kaṇheri, Nr. 14), im Nordwesten überaus häufig in den Mathurā-Inschriften der Kuṣanaperiode. Dieselben treten gewöhnlich bei *saṃvatsara* (*saṃva*, *sava*, *saṃ* oder *sa*), bei den Namen der Jahreszeiten (*gri*, *gr*, oder *gi* für *grīṣmaḥ-gīmhāṇaṃ*, *va* für *varṣāḥ*, *he* für *hemantaḥ*), bei *pakhe* (*pa*) und *divasa* (*diva* oder *di*) ein, und kommen nur vor, wenn die Zahlwörter durch Ziffern ausgedrückt sind. In dieser Verbindung bleiben sie auch später und bis in die modernste Zeit gebräuchlich. Vor den Jahresdaten erscheint aber neben *saṃ* auch *saṃvat*, das mitunter sogar flectiert wird⁵³, und vor den Monatsdaten der lichten Hälfte *śu* oder *su di* für *śuddha-* oder *śukla-pakṣa-dina* oder in Kashmir regelrecht *śu* oder *su ti* (*tithi*), und vor denen der dunkeln Hälfte, *ba* oder *va di* für *bahula-* oder *vahula- pakṣa- dina*, in Kashmir *ba ti*.

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