Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.4
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.4
- Language
- German
c11.4
C. Holzbretter. Den Gebrauch von Holz- oder vielleicht Bambusplatten bezeugt für eine sehr alte Zeit die Stelle des Vinayapiṭaka, die das »Einschneiden« von Anweisungen zum religiösen Selbstmorde verbietet (S. 5). Ebenso bezeugen Jātaka 1, 451 und spätere Werke (S. 5) den Gebrauch des noch verwendeten Schreibbretts für Schulen. Bambusspähne mit dem Namen des Besitzers (*śalākā*) wurden den buddhistischen Mönchen als Legitimation gegeben (Burnouf, Introd. 259 Note). Eine Inschrift aus der Zeit des westlichen Kṣatrapa Nahapāna⁸ erwähnt Bretter (*phalaka*) in der Halle der Gilden zur Veröffentlichung von Darlehensverträgen, und Kātyāyana die Aufzeichnung von gerichtlichen Klagen auf Brettern vermittelst *pāṇḍulekha*⁹ »weisser Schrift« d. h. mit Kreide. Daṇḍin lässt Apahāravarman seine Liebeserklärung an die Prinzessin auf ein gefirnisstes Brett schreiben.¹⁰ MSS. auf gefirnissten Brettern, die in Birma häufig sind, haben sich bis jetzt in Indien nicht gefunden.
Linked texts (1)
- Jātaka — Pāli