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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c32.s1.1

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c32.s1.1

Language
German

c32.s1.1

Sobald man über das 19. Jahrhundert zurückgeht, erheben sich grosse Datirungsschwierigkeiten, weshalb hier von den massenhaften, teils schon gedruckten, teils nur aus den Handschriftenkatalogen bekannten Sanskrittexten über die gesamte Medicin oder über einzelne Teile derselben (über die Glossare und über Tierheilkunde s. auch besonders, § 11 f.) ausser den anerkannten Hauptwerken nur wenige leichter bestimmbare Werke genannt werden sollen, deren Abfassungszeit entweder in den Hss. angegeben oder nach inneren Gründen annähernd zu fixiren ist. Nach Sinh Jee l. c. wären allerdings viele Werke genau datirbar, so setzt er in das 18. Jahrhundert: Ātaṅkatimirabhāskara von Bālarāma in Benares, ein grosses, auch den Thee erwähnendes Werk¹; Āyurvedaprakāśa von Mādhava 1713, IO. 950 verzeichnet eine 1786 geschriebene Hs.; Yogataraṅgiṇī von Trimalla 1751, aber diese bekannte Receptsammlung² muss viel älter sein, da L. 203 eine schon 1498 geschriebene Hs. eines anderen Werkes von Trimalla beschrieben wird³. Nach den freilich auch nicht verlässigen Datirungen bei Umeśachandra Gupta l. c. (Preface) gehören in das 18. Jahrhundert: Bhaiṣajyaratnāvalī von Govindadāsa (Calcutta 1893, 788 S.), eine Receptsammlung, auch in Dutts Mat. Med. viel citirt; Rājavallabhīyadravyaguṇa von Nārāyaṇa 1760, auch von Dutt hervorgehoben (Calcutta 1868, 106 S.); Prayogāmṛta von Vaidyacintāmaṇi, »das umfangreichste Werk über Therapie«, Inhaltsangabe bei Aufrecht, Oxf. 316; Vaidyāmṛta von Nārāyaṇa und andere. Vaidyarājas Sukhabodha, ein leichtfassliches Lehrbuch der Therapie, ist sicher »1624« abgefasst, aber mit diesem Datum kann je nach der Ära entweder 1702 oder 1567 gemeint sein⁴.

Cites (6)