Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c32.s3.5
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c32.s3.5
- Language
- German
c32.s3.5
Für den jetzigen Bestand des ganzen Su. bürgen allerdings nur die Commentare, insbesondere die Bhānumatī des Cd. (11. Jahrh.?) und der Nibandhasaṃgraha des Ḍallaṇa (Ḍ., etwa 12. Jahrh.)⁴. Als der älteste ihrer Vorgänger wird gewöhnlich Jaiyyaṭa (Jaijjaṭa) betrachtet⁵. Auf Grund seines Commentars nahm Candraṭa, der Sohn des Tisaṭa (§ 3), eine Revision (*pāṭhaśuddhi*) des Textes des Su. vor⁶. Auch aus Ḍ. (z. B. zu Su. 3, 2, 43) kann man entnehmen, dass Jaiyyaṭa manche Stellen anders las und überhaupt grosse Discrepanzen in den Hss. bestanden. Aus der Bhānumatī lassen sich nach HOERNLE manchmal noch die ursprünglichen Lesarten herstellen. Die textkritischen Fragen sind oft sehr schwierig. So kann man aus Su. 1, 1, 29 und 1, 4, 4 den Schluss ziehen, dass es ursprünglich nur 120 *adhy.* in 5 *sthāna* waren und dass das letzte Buch (*uttarasthāna*) eine spätere Zuthat ist, wie auch A. nur aus 120 *adhy.* besteht. Allein in A. kommen die 120 *adhy.* nur heraus, wenn man das *uttarasthāna* dazu rechnet, und einen solchen 6. Teil enthält auch schon S. Für das hohe Alter unseres Werkes spricht auch das Fehlen des Opiums unter den Heilmitteln, des Pulsfühlens bei den ärztlichen Untersuchungen, der Pocken als besonderer Krankheit; auch sind die Arzneien grösstenteils vegetabilischer Natur und die wenigen Stellen über Quecksilbermittel⁷ vielleicht interpolirt. Die aus Prosa und Versen gemischte Sprache ist nicht so altertümlich wie in der Bowerhs., erinnert vielmehr an Varāhamihira (6. Jahrh.), kann aber modernisirt worden sein.
Linked texts (5)
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit
- Aṣṭāṅgahṛdayasaṃhitā — Vāgbhaṭa, Sanskrit
- Carakasaṃhitā — Agniveśa (Āyurveda) & Caraka, Sanskrit
- Aṣṭāṅgasaṃgraha — Vāgbhaṭa, Sanskrit
- Bower Manuscript — Sanskrit