Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s3.5
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s3.5
- Language
- German
c33.s3.5
Bei Augenleiden sind in erster Linie Einträufelungen (*āścyotana*) indicirt, da sie Rötung, Thränen, Schmerzen, Eiterung und andere Affectionen der Augen beseitigen. Häufig ist auch von den Augensalben (*añjana*), besonders aus Antimon bestehend, die Rede, die mit einer Sonde (*śalākā*) in das Auge eingeführt werden (S. 1, 32; A. 1, 23). Gesichtspflaster heissen *mukhapralepa*, Pflaster im Allgemeinen *pralepa*, erweichende Breiumschläge *pradeha*, Stuhlzäpfchen *varti*, *phalavarti*, Salben *lepa*, *abhyaṅga*, *anulepana*³. Eine wichtige Classe von innerlich zu nehmenden Arzneien bilden auch die Elixire (*rasāyana*), die als 7. Hauptteil der Medicin gelten, so heisst es in vielen Recepten, dass man sich durch ihren Gebrauch ein hundertjähriges Leben sichern könne. Über Brennen und Ätzen s. § 29.
Linked texts (2)
- Aṣṭāṅgahṛdayasaṃhitā — Vāgbhaṭa, Sanskrit
- Śārṅgadharasaṃhitā — Śārṅgadhara (physician), Sanskrit