Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.s1.2
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.s1.2
- Language
- German
c34.s1.2
1. *rasa* Saft, Chylus hat seinen Sitz im Herzen und entsteht aus gehörig verdauter Nahrung als ein durchsichtiger Extract von äusserster Feinheit. Aus dem Herzen strömt er durch die 24 Röhren (*dhamanī*), 10 aufsteigende, 10 absteigende und 4 wagrechte, speist Tag für Tag den ganzen Körper, macht ihn wachsen, erhält, stützt und belebt ihn durch eine unsichtbare Kraft. In je 5 Tagen verwandelt sich *rasa* successive in die 6 anderen Grundstoffe des Körpers und braucht daher einen Monat, um zu Samen, oder bei Frauen zu Menstrualblut zu werden (Su. 1, 14). *Rasa* gibt guten Mut und nährt das Blut. Wenn *rasa*, durch Schwäche des Verdauungsfeuers verbrannt, scharf oder sauer wird, ruft er viele Leiden hervor (Bh. 1, 1, 37).
Cites (2)
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit
- Bhāvaprakāśa — Bhāvamiśra 1550, Sanskrit