Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.s2.19
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.s2.19
- Language
- German
c34.s2.19
Die nämliche pathologische Wirkung wie den Grundsäften wird oft auch dem Blut zugeschrieben, vgl. § 33. Nach Su. 1, 21 entstehen Störungen des Blutes durch Störung der Galle und durch öfteren Genuss von flüssigen, öligen, schweren Nahrungsmitteln, Schlafen am Tage, Zorn, Feuer, Sonnenhitze, Ermüdung, Verletzungen, Indigestion, unharmonische oder im Übermass genossene Speisen u. dgl.; ähnlich C. 1, 24. Aus den Störungen der drei Grundsäfte und des Bluts, einzeln oder in verschiedenen Combinationen vereinigt, ergeben sich nach Su. l. c. 15 Arten solcher Störungen. Nach C. 1, 24, 4 sind alle diejenigen an und für sich heilbaren Krankheiten, welche der Anwendung von kalten und heissen, öligen und trockenen u. dgl. Mitteln widerstehen, durch das Blut verursacht (*raktaja*). Auch Störungen der anderen sechs *dhātu* (§ 34) rufen analoge Wirkungen hervor. So bewirken verdorbener *rasa* Appetitlosigkeit, Gliederreissen, Fieber, Impotenz, Abmagerung u. a. krankhafte Zustände, verdorbenes Fleisch Anschwellung des Zahnfleisches, Geschwülste, Kropf u. a., verdorbenes Fett auffallende Grösse oder Kleinheit, Fülle oder Magerkeit u. a., verdorbene Knochen Überbein, Knochenfrass, verschiedene Erkrankungen der Zähne u. a., verdorbenes Mark Ohnmacht, Schwindel, Schmerzen in den Gelenken u. a., verdorbener Samen Impotenz oder Schwächlichkeit der Kinder oder Abortus u. a. (C. 1, 28; Su. 1, 24). So werden auch die verschiedenen Erscheinungsformen mancher Krankheiten, z. B. von *kuṣṭha* (§ 68), darauf zurückgeführt, dass sie in verschiedenen *dhātu* ihren Sitz haben.
Cites (2)
- Carakasaṃhitā — Agniveśa (Āyurveda) & Caraka, Sanskrit
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit