Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.s2.18
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.s2.18
- Language
- German
c34.s2.18
Die Störung des Gleichgewichts der *doṣa* wird hauptsächlich durch unzweckmässige Ernährung hervorgerufen, doch wirken auch andere Umstände darauf ein. So wird der Wind auch gestört durch Kämpfen mit starken Leuten, Übermass in Bewegung, sexuellem Verkehr oder Studium, einen Sturz, Laufen, Druck, Verletzungen, Fasten, Baden, Schwimmen, Nachtwachen, Lastentragen, Reiten auf einem Elephanten oder Pferd, Fahren oder Gehen, Unterdrückung der natürlichen Bedürfnisse. Die Galle wird auch gestört durch Zorn, Kummer, Angst, Anstrengung, Fasten, Indigestion, sexuelle Ausschweifungen. Der Schleim wird auch gestört durch Schlafen am Tage, Mangel an Bewegung und Trägheit. Ausserdem wirken die Jahres- und Tageszeiten und die verschiedenen Stadien der Verdauung auf die Grundsäfte ein, indem z. B. der Schleim besonders im Winter und Frühjahr, am Morgen und Abend und sogleich nach dem Essen Störungen erfährt. Die Störung der *doṣa* wird mit dem Gährungsprocess verglichen. Der Wind gibt den Anstoss und treibt die *doṣa* im Körper umher, wo sie dann je nach der Stelle ihres Auftretens verschiedene Leiden und Beschwerden hervorrufen (Su. 1, 21). Die Therapie hat auf die Beruhigung oder Niederschlagung (*praśamana*) des allein oder hauptsächlich gestörten *doṣa* auszugehen.
Cites (1)
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit